Nicht nach Katar, nicht nach Florida

Bericht: Bayern planen Trainingslager "dahoam"

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Die Bayern unter der Sonne Katars - das wird es heuer nicht geben.

München - In den vergangenen fünf Jahren absolvierte der FC Bayern sein Wintertrainingslager in Katar, was das eine oder andere Mal für ein Politikum sorgte. Heuer könnte alles ganz anders kommen.

Die Münchner waren bei der Auswahl ihres Trainingslagers in der Vergangenheit öfters kritisiert worden. Ausgerechnet in Katar schlugen die Bayern ihr Lager auf. Dort, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Ein Testspiel im benachbarten Saudi-Arabien im Januar 2015 ließ die

zahlreichen Kritiker umso mehr Sturm laufen

.

Beim FC Bayern sah man sich Anfang des Jahres sogar dazu genötigt, eine offizielle Stellungnahme zum Thema abzugeben: "Der FC Bayern München als Verein verurteilt jede Form von grausamer Bestrafung, die nicht im Einklang mit den Menschenrechten steht, wie im aktuellen Fall mit dem islamkritischen Blogger Raif Badawi. Es wäre besser gewesen, das im Rahmen unseres Spieles in Saudi-Arabien deutlich anzusprechen", hatte Vorstandschef Karl-Heinz-Rummenigge seinerzeit mitgeteilt. "Wir sind ein Fußballverein und keine politischen Entscheidungsträger, aber natürlich tragen am Ende alle, also auch wir, dafür Verantwortung, dass Menschenrechte eingehalten werden."

Bilder vom Bayern-Training: Vertrauter Besuch für Pep

Heuer dürften sich die Bayern mit derlei Problemen nicht herumschlagen. Aus Erfahrung wohl klüger geworden, war ein Trainingslager im Nahen Osten dieses Mal ohnehin nicht angedacht. Stattdessen sollte es ins sonnige Florida gehen. Doch wie Sport1 jetzt berichtet, werden diese Pläne über den Haufen geworfen. Angeblich spielt man beim Bundesliga-Tabellenführer mit dem Gedanken, die Wintervorbereitung in heimischen Gefilden zu absolvieren - genauergesagt zu Hause, an der Säbener Straße. Der Trip in die USA habe sich vor allem deshalb zerschlagen, weil man im Verein mit den Trainingsplätzen vor Ort nicht zufrieden sei. Sie seien in einem zu schlechten Zustand, hieß es.

Weil die Organisation einer Alternative logistisch einen zu großen Aufwand bedeuten würde, spiele man beim FC Bayern also mit dem Gedanken, das Trainingslager "dahoam" zu absolvieren. Dabei verlasse man sich auf die Erfahrung der vergangenen Jahre, als die Temperaturen im Januar in München meist relativ mild gewesen waren.

Wie die Bayern aber auf einen überraschenden Wintereinbruch reagieren würden? Die Rasenheizungen an der Säbener würden dann vermutlich nicht ausreichen.

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