Landesgericht verklagt Münchner wegen unerlaubter Bandenwerbung

Bayern müssen Strafe zahlen

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Schlechte Nachrichten: Karl-Heinz Rummenigges Bayern unterlagen in erster Instanz vor Gericht

Hamburg - Der FC Bayern muss zahlen – und zwar Schadenersatz. Das hat das Landgericht Hamburg in erster Instanz entschieden.

Grund für die Strafe ist die unerlaubte Bandenwerbung der Bayern für die kostenlose Internet-Pokerschule des ausländischen Glücksspielskonzerns bwin beim Bundesliga-Spiel gegen Bielefeld am 1. November 2008 (3:1). Außerdem untersagte das Landgericht dem FC Bayern die Werbung mit dem Vereinslogo auf Internet-Seiten und in Werbe-E-Mails des entgeltlichen Online-Casinos von bwin.

Klage gegen den FC Bayern wegen wettbewerbswidriger Werbung erhoben die staatlich konzessionierten Spielbanken des Landes Schleswig-Holstein. Nachdem das Urteil nun in erster Instanz ergangen ist, müssen die Bayern Auskunft geben, welchen Umsatz sie durch diese Bandenwerbung gemacht haben. Danach wird entschieden, ob oder wie viel Schadensersatz gezahlt werden muss. Innerhalb eines Monats kann der Rekordmeister aber noch Berufung einlegen.

Das Urteil des Hamburger Landgerichts ist damit eine erste Grundsatzentscheidung zu der Praxis ausländischer Glücksspielanbieter, die mit angeblichen „Internet-Pokerschulen“ versuchen, das in Deutschland herrschende Werbeverbot für Glücks­spiel zu umgehen.

(Az: 406 O 43/09)

tz

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