Freude über Gegentor-Rekord

Neuer: "Endlich wieder ein normales Ergebnis"

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Viel zu tun hatte Manuel Neuer (r.) in Berlin nicht.

München - Das aus Statistik-Sicht Überraschende am Wochenende war nicht, dass die Bayern einen Bundesliga-Rekord eingestellt haben. Dass Überraschende war vielmehr, dass es noch nationale Rekorde gibt, die nicht vom FC Bayern gehalten werden.

Doch tatsächlich gibt es die: Lediglich drei Gegentore zu diesem Zeitpunkt hatte in der Bundesliga-Geschichte nur der VfB Stuttgart in der Saison 2003/2004.

Auch wenn der Auftritt der Bayern nur in den ersten 60 Minuten so souverän wie gewohnt aussah. „Wir haben das in der zweiten Halbzeit nicht mehr gut gemacht. Wir können glücklich sein, gewonnen zu haben“, sagte der Weltmeister und gebürtige Berliner Jerome Boateng, der vor dem Spiel noch von seinem ehemaligen Klub geehrt worden war.

Manuel Neuer schien fast schon ein bisschen erleichtert zu sein, dass der Sieg nicht schon wieder so deutlich ausfiel. „Endlich mal wieder ein ganz normales Ergebnis mit dem richtigen Sieger“, schrieb Neuer bei Facebook.

Der Bayern-Keeper darf sich Hoffnungen machen, auf der Montag erscheinenden „Shortlist“ zur Wahl zum Weltfußballer des Jahres zu stehen. Ist er vielleicht sogar besser als Iker Casillas, der fünfmal in Folge (2008 bis 2012) als Welttorhüter ausgezeichnet wurde? Bayern-Ersatztorwart Pepe Reina, der den Keeper von Real Madrid aus der Nationalmannschaft kennt, sagt: „Manuel ist ein unfassbar kompletter Torwart, so viel steht fest. Bis jetzt hat er mir enorm viel geholfen, hoffentlich kann ich auch weiterhin viel von ihm lernen. Aber ich bin niemand, um die zwei miteinander zu vergleichen.“

Dreimal die 4, eine 2 - Bilder & Noten zu Bayerns Sieg in Berlin

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Ziemlich sicher ist, dass Arjen Robben auf der „Shortlist“ stehen wird. Der Niederländer erzielte in Berlin das goldene Tor – und das auf der eher ungewohnten Position zentral statt rechts. „Wir haben ein bisschen anders gespielt, ich war ein bisschen mehr hinter den Spitzen“, berichtete Robben. „Es gefällt mir, da hast du auch viel Bewegungsfreiheit. In der ersten Halbzeit ist es richtig gut gelaufen, ich war zufrieden, auch mit dem schönen Tor.“ Zum Erfolgsgeheimnis der Bayern sagt Robben: „Der Trainerstab und der Trainer verdienen viel Lob. Wie die uns immer vorbereiten! Wir sind flexibel, können mehrere Systeme spielen, das macht Spaß.“

Übrigens: Der VfB Stuttgart landete in der Saison 2003/2004 auf Rang vier…

tz

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