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6:0! Spiel, Satz, Sieg - Halbfinale!

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Von: José Carlos Menzel López

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06.02.2018, Fussball DFB-Pokal: Paderborn - Bayern München
Arjen Robben erzielte kurz vor Ende einen Doppelpack. © MIS

Bayern München hat seine erste K.o.-Hürde im Jahr 2018 souverän genommen und darf weiter vom zweiten Triple der Vereinsgeschichte träumen.

Paderborn - Grüner Teppich? Wird beim FCB nicht benötigt! Zu beobachten am Dienstag Abend in Paderborn: Vor dem Pokal-Viertelfinale gegen den Drittliga-Spitzenreiter hatte der ein oder andere Bayernkicker vor einem Schlam(m)assel im Westen gewarnt, letzten Endes stellte sich der Ausflug in die Benteler Arena aber als entspannter Spaziergang für das Jupp-Team heraus. 6:0 (3:0) stand es nach 90 Minuten beim ehemaligen Erstligisten, womit das Halbfinale gesichert und das T-Wort weiter in den Mund genommen werden darf.

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Jupp Heynckes: „Wir haben die Bodenverhältnisse angenommen, auf dem schweren Geläuf gut kombiniert und wunderschöne Tore herausgespielt.“ Knapp 20 Minuten durfte die Elf von Trainer Steffen Baumgart auf ihre nächste Pokal-Sternstunde hoffen. In dieser Zeit hatte Paderborns Schonlau mit einem Abseitstor für kollektiven Wahnsinn gesorgt, doch als die Roten ernst machten, ging alles plötzlich ganz schnell. Ein Lewy-Heber reichte aus, um die Paderborner Abwehr komplett auszuhebeln, nach einer Müllerschen Verrenkung (wurde kurz später ausgewechselt) und einem Robben-Luftloch war es dann erst Coman, der die Kugel zum 1:0 einschob. Positiv anzumerken auf Seiten der Gastgeber: Paderborn betrieb keine Schadensbegrenzung, sondern zeigte frischen Offensivfußball, wie man ihn aus ihren Auftritten in der Dritten Liga gewohnt ist. Ein riskantes Unterfangen, jedenfalls gegen Schwergewichte wie einen FC Bayern.

Ein wunderbarer Ball in die Tiefe von Vidal leitete einen Münchner Konter ein, der bärenstarke Coman flankte auf Lewandowski und der Pole vollendete artistisch ins lange Eck (25.). 2:0. Kurz vor der Pause ein ähnliches Szenario: Diesmal spielte Hummels den langen Ball, diesmal stand Kimmich vor Ratajczak, und auch diesmal lag der Ball im Netz (42.). So ist das nun mal, wenn eine Truppe mit 249 Pokalspielen auf dem Buckel auf eine trifft, die gerade einmal 32 mal in dieser Spielklasse angetreten ist. Aber Paderborn machte sich nichts draus. 

Auch nicht, als Tolisso unmittelbar nach der Halbzeit eine James-Ecke per Kopf zum 4:0 verwertete. Die 15 000 in der Benteler Arena sangen, feierten und merkten lautstark an, dass sie dann eben „die Meisterschaft und den Westfalencup“ holen würden. Und die Baumgart-Burschen? Sorgten immerhin für ein kleines Highlight in der zweiten Hälfte, als Zolinski den Ball an Ulreichs Aluminium hämmerte. Für Stimmung auf den Rängen sorgten aber auch gelegentliche Eckenerfolge der Hausherren. Und dann war er da, der Moment. Süle war gedanklich schon bei der Filmwahl für den Rückflug, als Michel ihm frech den Ball abluchste und Tietz bediente. Drei Meter standen zwischen ihm und dem Ehrentreffer für den SCP, es hätte nur einen kleinen Stupser benötigt, am Ende rutschte ihm das Leder aber über den Spann. Robben nicht. Tolisso mit der Hereingabe, Rudy legt sanft ab und Mr. Linksfuß jagt das Ding ins Lattenkreuz der Paderborner (87.). 

Einen mussten die Bayern aber noch machen, schließlich stand es vor drei Jahren in der Bundesliga 6:0. Und damit es am Ende nach einem schönen Tennissatz für Rot aussah, schob Robben auch noch einen Querpass von Spezl Ribéry zum 6:0 ein. Wohlgemerkt mit rechts. Fazit Schonlau: „Sechs sind schon hart. Ich denke, vier hätten auch gereicht.“ Wohl wahr…

lop, jau

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