Nach Unfähigkeitsvorwurf

Breitner zieht Zorn der Liga-Manager auf sich

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Paul Breitner sorgte mit seinen Aussagen für ordentlichen Wirbel.

München - Ein Mann für den diplomatischen Dienst wird Paul Breitner vermutlich nicht mehr. Am Sonntag hatte er mit einem Rundumschlag die Unfähigkeit der Liga-Konkurrenz getadelt. Nun gibt es Gegenwind.

Für klare Worte ist er bekannt, und am Sonntag im "Doppelpass" auf Sport1 zeigte Paul Breitner mal wieder, warum ihn viele auch einfach nur "Polter-Paule" nennen. Die Meisterschaft geht auch in dieser Saison höchstwahrscheinlich an die Bayern und Langeweile droht sich in der Bundesliga breit zu machen.

Breitner: "Wir können nichts für die Unfähigkeit der anderen"

Für Welt- und Europameister Breitner ist die Konkurrenz allerdings selbst schuld, dass der Rekordmeister meilenweit enteilt scheint. "Wir können für die Unfähigkeit der anderen Klubs doch nichts! Und wenn wir jetzt dahingehend bluten müssen, dass Gelder umverteilt werden, ist das einfach nur Schmarrn!", schoss Breitner in der TV-Sendung eine Breitseite ab.

Eine absichtliche Schwächung der Bayern, etwa durch eine Umverteilung der Fernsehgelder, kommt für Breitner nicht in frage: "Wir sind unseren Fans, unseren Anteilseignern, unseren Mitgliedern Rechenschaft schuldig. Audi verkauft doch auch keinen Wagen mit drei Rädern, nur damit die anderen mehr verkaufen. Wir leben nicht mehr in der Zeit der elf Freunde, der Hipp-Hipp-Hurra-Zeit.“ Die Stärke der "Über-Bayern" sei ein Segen für die Liga und Deutschland, "sonst wären wir nicht Weltmeister geworden".

Eichin: Breitners Äußerung ist despektierlich

Freunde hat sich Bayerns Markenbotschafter mit diesen Aussagen allerdings nicht gemacht. In der Bild-Zeitung äußern sich Kölns Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke, Bremens Sportchef Thomas Eichin und Gladbachs Sportdirektor Max Eberl zu Breitners Breitseite.

Max Eberl.

"Das ist von oben herab. Solche Äußerungen haben da nichts zu suchen. Jeder macht seinen Job so gut er kann. Das ist nicht der Stil, den man braucht", sagt Eberl und hält den bärtigen Welt- und Europameister ohnehin für nicht sonderlich geeignet, im Auftrag des FCB aufzutreten: "Bayern hat gut dran getan, Hoeneß und Rummenigge einzusetzen und nicht Breitner..."
Kölns Schmadtke findet es schwierig und zu einfach, die große Differenz "auf Unfähigkeit und fehlende Visionen zu reduzieren. Das hat mir zu viel Stammtisch-Charakter". Und Eichin kritisiert: "Die Bayern nutzen ihre beeindruckende Position, die sie sich hart erarbeitet haben, brutal und konsequent aus. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen unfähig sind. Die Äußerung ist despektierlich!"

Und wie denken Sie über Breitners Aussagen? Hat die Klublegende Recht oder ist er mit seinen Äußerungen über das Ziel hinausgeschossen? Teilen Sie uns Ihre Meinung unten über die Kommentarfunktion mit!

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