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Der Bayern-Poker: Gespräche auf Eis!

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Fokus aufs Sportliche: Christian Nerlinger © Getty

München - Der FC Bayern hat intern entschieden: Vertragsgespräche liegen vorerst auf Eis. Auch mit potenziellen Neuzugängen wird noch nicht konkret gesprochen. Dafür gibt es zwei Gründe.

Ein letztes Mal durchatmen, Füße hochlegen. „Genießen Sie diesen Tag, ruhen Sie sich aus“, gab Louis van Gaal seinen Spielern mit auf den Weg. Am Dienstag hatten die Stars frei, bevor ab Mittwoch die gezielte Vorbereitung auf das Spiel in Mainz beginnt. Es ist der Start zu den Wochen der Wahrheit. Innerhalb eines Monats entscheidet sich: Happyend oder Horrorsaison? In der Bundesliga stehen nach dem Duell in Mainz die Schlüsselspiele gegen Dortmund (26.2), Hannover (5.3) und Hamburg (12.3) an. Noch spannender wird es im Champions-League-Achtelfinale gegen Inter Mailand (23.2 und 15.3) sowie im Pokal-Halbfinale zu Hause gegen Schalke (2.3). Alles oder nichts: Sieben Spiele, die über die Saison entscheiden.

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„Es stehen wichtige Spiele an. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in Form ist. Deswegen kann man dem Ganzen sehr optimistisch entgegenschauen“, erklärt Christian Nerlinger vor den Wochen der Wahrheit. „Unsere Mannschaft hat immer gezeigt, dass sie mit dem Druck sehr gut umgehen kann. Ich freue mich auf diese Highlights.“

Wie die tz erfuhr, wurde wegen der enormen Bedeutung der nächsten Spiele intern eine Entscheidung getroffen: Vertragsgespräche liegen bis auf weiteres auf Eis!

Das hat zwei Gründe: Die Stars sollen sich voll auf die vorentscheidenden Duelle konzentrieren – und in diesen Spielen zugleich um neue Kontrakte kämpfen. Denn gleich bei fünf Spielern (Klose, Kraft, Butt, Ottl, Altintop) laufen die Verträge aus, zudem kämpfen Spieler wie Breno oder Daniel van Buyten um ihre Zukunft.

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„Wir, der ganze Verein, konzentrieren uns auf die nächsten sportlichen drei, vier Wochen. Über Verträge wird in dieser Zeit nicht gesprochen. Jetzt zählen nur die Spiele. Alles andere werden wir danach angehen und entscheiden“, bestätigt Nerlinger der tz, dass sich Spieler und Berater gedulden müssen: „Für etwas anderes haben wir gar keine Zeit. Der Fokus liegt voll auf dem Sportlichen.“

Auch mit potenziellen Neuzugängen soll erst konkret gesprochen werden, wenn man weiß, in welche Richtung die aktuelle Saison verlaufen wird. Sprich: Nach dem 15. März.

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Der Konkurrenzkampf tobt schon jetzt. Es wird scharf geschossen. Auf dem Platz, aber auch verbal. Miro Klose beschwerte sich nach dem Hoffenheim-Spiel über seine Situation und nahm im Training keine Rücksicht auf die Kollegen – Thomas Kraft kann ein Lied davon singen. Auch Reservist Breno machte gegenüber der tz seinem Ärger Luft, erklärte frustiert: „Ich habe keine Lust mehr!“ Haben die Stars Konsequenzen zu befürchten? „Es ist normal, dass man direkt nach dem Spiel mal angesäuert ist. Damit habe ich kein Problem“, beruhigt Nerlinger. „Breno und Klose verhalten sich total professionell. Es ist klar, dass sie mit ihrer Situation nicht zufrieden sind. Das können sie auch nicht sein.“

Strafen bekommen beide jedoch nicht. Nerlinger gelassen: „Ich befürchte keine Unruhen in der Mannschaft.“

Tobias Altschäffl

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