Wer wird nächster Bayern-Boss?

Uli Hoeneß zur FCB-Präsident-Nachfolge: „Irgendwann ist Ende. Je eher, desto besser“

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Wer kommt nach ihm: Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Erneut hat sich Uli Hoeneß zu seiner Nachfolge geäußert. Diesmal wir der Bayern-Präsident noch konkreter und erklärt, warum es kein Quereinsteiger aus der Wirtschaft werden wird.

München - Ein paar Wochen ist es her, da nahm Bayern-Patron Uli Hoeneß das Wort Aufhören in den Mund. Anfang November sagte der Präsident im Hinblick auf seinen Abschied: „Wir müssen die eierlegende Wollmilchsau suchen. Das wird schwer. Wenn ich wüsste, der oder der kann das, würde ich nächstes Jahr aufhören.“ In einem Interview auf dem Youtube-Kanal der Bayern-Basketballer skizziert Hoeneß nun die Kriterien: „Diese Kombination – soziales Verhalten, Menschen zu mögen, Hochleistungssport betrieben zu haben und wirtschaftliche Zusammenhänge zusammenfügen zu können – ist das Anforderungsprofil für so einen Job.“

Trotz dieser bunten Mischung ist für den 66-Jährigen die Fußball-Fachkompetenz das K.o.-Kriterium: „Ich glaube – und da sind wir uns auch im Aufsichtsrat ziemlich einig –, der erste Mann oder die ersten Leute müssten schon möglichst aus dem Fußball kommen. Weil im Gegensatz zu einem normalen Management, erwarten der Spieler und der Trainer schon, dass du mit denen über die Hauptsache, nämlich den Sport, auf Augenhöhe diskutierst.“ Heißt: Ein Fußball-Quereinsteiger aus der Wirtschaft kommt für Uli nicht in Frage!

Den Verein „wieder in ein ruhiges Fahrwasser bringen“

Warum das für Hoeneß so wichtig ist, erklärt er anhand eines Beispiels: „Wenn ich zum Franck Ribéry sage: ‚Heute hast du wieder einen schönen Mist gespielt‘. Und ich habe früher beim TSV Aurich gespielt, dann würde er sagen: ‚Also, können wir uns bitte über das Machen von Erdbeer-Marmelade unterhalten oder was, aber bitteschön nicht über Fußball.‘ Das ist ein wichtiger Faktor.“ Einen groben Zeitplan hat der Präsident schon im Kopf: Die wichtigste Aufgabe sei, die nächsten ein, zwei, drei Jahre eine Nachfolgeregelung zu finden, die den Verein in ein ruhiges Fahrwasser bringe. Hoeneß weiter: „Eines ist ganz klar: Ich werde sicherlich die wichtigste Aufgabe darin sehen, die Nachfolge zu regeln und nicht ewig am Stuhl zu kleben. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass mir diese Regelung nicht so hinhaut, dann werde ich versuchen, so lange wie möglich da zu sein, bis man eine Lösung gefunden hat. Es muss eine geben. Irgendwann ist Ende. Je eher, desto besser.“ 

In den vergangenen Wochen sind stets zwei Namen gefallen, wenn es um die die Bayern-Bosse 2.0 ging: Oliver Kahn und Max Eberl. Zweiteren hätte Hoeneß bereits 2017 gerne als Sportdirektor installiert. Letztendlich bekam Hasan Salihamidzic den Job. Doch Brazzo hat sich in seiner bisherigen Amtszeit nicht für höhere Aufgaben empfohlen – das wissen auch die Bosse.

Lesen Sie auch: Nach Remis gegen Düsseldorf: Hoeneß distanziert sich von Kovac - „Alles hinterfragen“

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