Höjbjerg hat gute Karten

Bayern-Puzzle: Wie füllt Pep die Kroos-Lücke?

+
­Pierre-Emile Höjbjerg (Mitte) hat gute Karten.

München - Nach dem Abschied von Toni Kroos muss Bayern-Trainer Pep Guardiola eine Lücke füllen. Ein Transfer ist denkbar - aber auch eine interne Lösung, etwa mit ­Pierre-Emile Höjbjerg.

Gut zwei Wochen muss sich Pep Guardiola noch gedulden. Erst dann hat der Coach seinen kompletten Kader wieder zusammen. Doch einer wird fehlen, wenn die deutschen WM-Helden aus ihrem Urlaub an die Säbener Straße zurückkehren. Toni Kroos hat dem FC Bayern den Rücken gekehrt – und seinem Trainer eine kroose Lücke hinterlassen. Mit 51 Einsätzen zählte der Pep-Liebling in der vergangenen Saison zu den Dauerbrennern beim Doublesieger. Jetzt ist Guardiola gefragt: Wie wird er die Kroos-Lücke füllen?

Einen Transfer will Matthias Sammer nicht ausschließen. Oberste Priorität hat ein Neuzugang im Mittelfeld allerdings nicht. „Wir haben intern verschiedenste Konstellationen“, entgegnete der Sportvorstand den Nachfolger-Fragen. Dabei dürfen sich vor allem David Alaba und ­Pierre-Emile Höjbjerg angesprochen fühlen. Dass Linksverteidiger Alaba lieber im Mittelfeld spielen würde, ist kein Geheimnis. Auch Höjbjerg, der im Pokalfinale gegen Dortmund im rechten Mittelfeld überzeugte, fühlt sich zentral vor der Abwehr wohler.

In Peps Personal-Puzzle scheint Höjbjerg die besseren Karten zu haben. Wie nach den Trainingseindrücken und den ersten beiden Testspielen zu erwarten ist, setzt Guardiola künftig auf eine Dreierkette – mit Alaba als linkem Verteidiger. Javi Martínez könnte die Abwehr dirigieren, Jérome Boateng auf rechts agieren. Höjbjerg hingegen durfte in Memmingen und Duisburg im Zentrum vorspielen und machte seine Sache ordentlich. Der 18-Jährige könnte in der neuen Saison eine deutlich wichtigere Rolle spielen als noch im Vorjahr, wenngleich Sammer betont: „Er ist ein wunderbarer Spieler, aber ein 95er-Jahrgang. Das sollte man nicht vergessen.“ Doch auch der Sportvorstand hat die Entwicklung des ehrgeizigen Dänen registriert. „Er ist Bestandteil unserer Mannschaft und nicht mehr die Nummer 19, wie vielleicht noch im letzten Jahr“, ließ der 46-Jährige durchblicken. Dennoch will er die Erwartungen an Höjbjerg nicht zu hoch hängen: „Auf ihm können wir nicht die ganze Zukunft des FC Bayern aufbauen. Wir müssen den jungen Spielern die Zeit geben, die sie brauchen.“ An der Seite der Weltmeister Lahm und Schweinsteiger könnte er in aller Ruhe reifen. Auf ihren verletzten Ballzauberer Thiago müssen die Münchner nämlich auch noch eine ganze Weile warten…

Sven Westerschulze

Alles zum FC Bayern finden Sie hier

Alle Bayern-Gerüchte des Transfer-Sommers

Alle Bayern-Gerüchte des Transfer-Sommers

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Derby der Farbwechsler: Diese Blauen waren schon rot – und umgekehrt
Derby der Farbwechsler: Diese Blauen waren schon rot – und umgekehrt
Arbeitet Philipp Lahm bald für den DFB?
Arbeitet Philipp Lahm bald für den DFB?

Kommentare