Gründe für den Wechsel von Bayern zu Real

Kroos-Rätsel: Welcher Bayern-Boss wollte ihn loswerden?

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Wer genau ihn loswerden wollte, darüber schweigt sich Toni Kroos aus.

Madrid - Weltmeister Toni Kroos genießt die gestiegene öffentliche Wertschätzung seit seinem Wechsel vom FC Bayern zu Real Madrid. Er stellt klar: Guardiola und Sammer wollten ihn eigentlich behalten.

Der Wechsel von Toni Kroos vom FC Bayern zu Real Madrid im vergangenen Sommer ging nicht ohne störende Nebengeräusche ab. Doch offenbar profitieren inzwischen alle von dem Transfer, vor allem Kroos selbst. Bei den "Königlichen" spielt er auf der für ihn vorher ungewohnten Sechser-Rolle vor der Abwehr. Bei den Bayern tauchte der Weltmeister meistens im offensiven Mittelfeld auf.

Kroos: "Als Real-Spieler bekomme ich größere Anerkennung"

"Trainer Carlo Ancelotti hat sich schon etwas gedacht, als er mich für diese Rolle geholt hat. Ich habe ab dem ersten Spiel auf der Sechser-Position gespielt. Der Trainer sieht mich dort, und es klappt hervorragend", erklärt der 25-Jährige im Interview mit der „Sport Bild“ (Mittwoch). Offensichtlich hat Kroos Gefallen gefunden an seiner neuen Rolle: "Ich hätte nichts dagegen, die Position sehr, sehr lange zu spielen. Dort habe ich viel Einfluss auf die Organisation der Defensive und des Offensivspiels."

Durch seine tragende Rolle beim aktuellen Champions-League-Sieger genießt Kroos nun auch öffentlich eine gestiegene Wertschätzung. "Als Real-Spieler bekomme ich noch größere Anerkennung“, sagte der Mittelfeldspieler. „Das ist schön zu sehen, ändert aber weder etwas in meinem Denken noch an meinem Selbstbewusstsein“, betonte Kroos.

Kroos: Guardiola und Sammer wollten mich behalten

Als Grund für seinen Wechsel im vergangenen Sommer nannte er auch die fehlende Wertschätzung bei den Münchnern, die sich auch in Vertragsinhalten widergespiegelt habe. „Bei so einer Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle (...). Das angebotene Gesamtpaket von Bayern hat mich am Ende zur Überzeugung gebracht, dass es wohl besser ist, etwas Neues zu machen“, sagte der 25-Jährige.

Wer genau dafür verantwortlich war, dass Kroos am Ende den FC Bayern verließ, darüber schweigt sich der Mittelfeldspieler aus. Er stellt aber klar, dass weder Pep Guardiola ("Die Gespräche mit dem Trainer waren immer positiv. Er hätte mich sicherlich gerne weiter in seiner Mannschaft gehabt.") noch Sportvorstand Matthias Sammer ("Er war immer von mir überzeugt, daher ist es klar, dass er wollte, dass ich bleibe") die trennenden Kräfte waren. Bleiben eigentlich nicht mehr allzu viele Kandidaten übrig, "aber immer noch genug, die beim FC Bayern etwas zu sagen haben", erklärt der Neu-Madrilene vieldeutig.

An diesem Mittwochabend (20.45 Uhr/Sky) muss Kroos mit Real zu Hause gegen Atlético gewinnen, um erneut ins Halbfinale der Champions League einzuziehen. Das Hinspiel des Titelverteidigers beim Lokalrivalen endete 0:0.

dh mit Material von dpa

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