Comeback mit Tor

Ribéry: "Vielleicht ist der Bart morgen ab"

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Franck Ribery jubelt über seinen Treffer

München - Das Comeback von Franck Ribery macht dem ganzen Bayern-Team Hoffnung – er soll ab jetzt wieder für Geistesblitze sorgen.

Wenn Franck Ribery so weitermacht, dann kann er zu Weihnachten ohne Probleme als Nikolaus gehen. Ein roter Mantel an, vielleicht etwas weiße Farbe auf das Gesichtshaar – fertig. Denn das kleine Bärtchen, das sich der Franzose im Urlaub hat wachsen lassen, ist inzwischen ein regelrechter Rauschebart geworden.

Weihnachten, so lautet ohnehin das Stichwort beim FC Bayern. Der Plan in der Post-WM-Saison, sich bis zum Jahresende so durchzumogeln, dass man in allen drei Wettbewerben in der Hinrunde mit vereinten Kräften um den Titel spielen kann, ist bekannt. Die ersten Reifeprüfungen der Saison folgen in den kommenden Wochen – mit einem neuen Mutmacher. Man sah allen Beteiligten nach dem Sieg gegen den VfB Stuttgart die Erleichterung darüber an, dass Franck Ribery bei seinem 22-Minuten-Comeback Hoffnung zurück gebracht hat. Auf das gewisse Etwas, das nun verlangt wird.

„Wir brauchen Franck. Ich weiß, wie wichtig er für uns ist“, sagte Guardiola, der den Franzosen nach knapp vier Monaten ohne Pflichtspieleinsatz in der 68. Minute einwechselte. Minutenlang hatten die Co-Trainer dem Mittelfeldspieler vor seinem Comeback seine Laufwege aufgezeigt, vier DIN A4-Zettel hatten sie ausgebreitet. Und Ribery setzte um, was von ihm verlangt wurde. 85. Minute: Ribery sprintet nach einem Pass von Robert Lewandowski, bleibt cool und schiebt den Ball durch die Beine von VfB-Keeper Sven Ulreich zum entscheidenden 2:0 ins Tor.

„Wir brauchen gerade sein Talent im Eins gegen Eins. Aber er braucht noch Zeit“, sagte Guardiola. Der Trainer weiß, dass er seinen lange von Patellasehnen-Beschwerden geplagten Star behutsam aufbauen muss. Gegen Manchester wird es nicht für 90 Minuten reichen. Aber für ein paar.

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Es war bisher kein leichtes Jahr für Ribery. Der Saison, in der er zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde, folgte eine Rückrunde zum Vergessen. „Nun können wir nur hoffen, dass es bei ihm persönlich so weitergeht“, sagte Manuel Neuer, der von einem sehr glücklichen Ribery aus der Kabine berichtete.

Der Torschütze selbst sagte nach seinem 64. Liga-Treffer: „Das war heute so wichtig für mich. Nun brauche ich Rhythmus.“ Er grinste, und fuhr sich durch seinen Rauschebart. „Im Moment gefällt er mir gut – aber vielleicht ist er morgen schon ab.“ Geschenke will er ohnehin auf dem Platz bringen. Auch schon vor Weihnachten.

hls

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