Guardiola schützt den Stürmer

Warum es bei Lewandowski noch nicht läuft

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Torjäger mit Ladehemmung: Robert Lewandowski traf erst ein Mal, seit er im Sommer zu Bayern München gewechselt ist.

München - Der amtierende Torschützenkönig Robert Lewandowski hat im Bayern-Trikot noch etwas Ladehemmung. Erste Kritik am Polen wird laut. Doch Trainer Guardiola stellt sich schützend vor seinen Stürmer.

Vielleicht war es ja noch die alte Verbundenheit zu seinem Ex-Klub. Robert Lewandowski erzielte sein bislang einziges Bundesligator im Trikot des Rekordmeisters ausgerechnet gegen Schalke 04, den ewigen BVB-Erzfeind. Doch ansonsten zeichnet sich der amtierende Torschützenkönig der Bundesliga durch Ladehemmung aus. Dabei galt die (ablösefreie) Verpflichtung Lewandowskis im Sommer als Königstransfer. Wer sollte die Double-Bayern noch stoppen, wenn sie sich auch noch den besten Stürmer der Bundesliga holen?

Guardiola: Ich war immer sehr zufrieden mit Lewandowski

Doch die Bayern-Offensive lahmt seit Saisonstart, in den ersten vier Spielen trafen die Münchner "nur" fünf Mal ins gegnerische Netz. „Das liegt nicht an den Stürmern“, beteuert Kapitän Philipp Lahm. Dennoch wirkt es, als sei Lewandowski noch nicht richtig bei seinem neuen Arbeitgeber angekommen.

Drei Mal stand der Pole in Bayerns Startelf, am vergangenen Samstag in Hamburg saß Lewandowski zum ersten Mal auf der Bank. Ist dem 26-Jährigen die eingebaute Torgarantie abhanden gekommen, seit er München und nicht mehr Dortmund sein zuhause nennt? In sieben Pflichtspielen durfte Lewandowski bislang erst einmal jubeln.

Trainer Pep Guardiola stellt sich jedoch schützend vor seinen Stürmer: "Robert hat leichte Adduktorenprobleme. Er hat viel gespielt, da war ich immer sehr zufrieden mit ihm." Auch die Mannschaftskollegen vertrauen auf den Torriecher Lewandowski, der in insgesamt 135 Bundesligapartien 75 Mal einnetzte, also im Schnitt mindestens jedes zweite Spiel trifft.

Lahm und Boateng machen sich keine Sorgen

„An ihm liegt es nicht. Er ist ein Weltklasse-Stürmer und wird noch viele Tore schießen“, sagte zum Beispiel Jerome Boateng. Die Frage, die auch Lewandowski selbst beschäftigt, ist aber: Wann? Denn auf Aktionen wie in den letzten Jahren im Dortmunder-Trikot wartet man beim polnischen Nationalspieler seit der zweifellos vielversprechenden Vorbereitung vergeblich.

Klar ist, dass sich Lewandowski gegen die tief stehenden Bayern-Gegner etwas schwerer tut, zudem klappt das Zusammenspiel mit den neuen Kollegen noch nicht wie gewünscht. Teilweise, so stellt sich beim Beobachter das Gefühl ein, läuft das Bayern-Spiel am Polen vorbei. Doch Lahm stellt klar: "Ich mache mir keine Sorgen, dass Lewandowski bei uns einschlägt. Er hat sehr viel Qualität, vor allem im Strafraum."

Während der Länderspielpause Anfang September stellte Lewandowski hingegen seine Torgefahr unter Beweis, wenn auch gegen einen nicht ernst zu nehmenden Gegner. Bei Polens 7:0 gegen Gibraltar in der EM-Qualifikation trumpfte er mit vier Treffern auf. Am Dienstagabend gegen dürfte Lewandowski wieder in Bayerns Startelf stehen - vielleicht gelingt ihm ja gegen den Underdog aus Ostwestfalen sein erste Heimtor in der Allianz Arena.

dh

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