Roma-Boss ledert los

Fiese Attacke: "Benatia ein Lügner und Gift fürs Team"

+
James Pallotta (l.) ist nicht gut auf Mehdi Benatia zu sprechen.

München - Das riecht nach Ärger: Roma-Präsident James Pallotta fährt schweres Geschütz gegen seinen Ex-Spieler und Bayern-Neuzugang Mehdi Benatia auf. Er sei ein Lügner und habe einen schlechten Charakter.

Mit der Verpflichtung von Mehdi Benatia hatte der FC Bayern kurz vor Schließung des Transferfensters auf den Kreuzbandriss von Defensivallrounder Javi Martinez reagiert und kolportierte 26 Millionen Euro für den Marokkaner an den AS Rom überwiesen. Und das, obwohl Benatia eigentlich in Rom beiben wollte, wie er am Montag im "Kicker"-Interview erklärte. Er habe sogar ein Haus in der "Ewigen Stadt" gekauft, um sich längerfristig dort niederzulassen. Doch die Roma sei in finanziellen Nöten gewesen, daher sei der Wechsel zustande gekommen.

Mehdi Benatia doch nicht charakterlich einwandfrei?

"Ich besprach mich mit dem Sportdirektor. Walter Sabatini sagte mir, dass der Verein mich eigentlich behalten wolle, doch man brauche auch Geld, sodass man mich vielleicht verkaufen müsse. Das hat mich erst mal irritiert, denn ich wollte bleiben", so Benatia, der nach eigener Aussage auch Anfragen von Manchester City, dem FC Chelsea, dem FC Barcelona und Real Madrid hatte.

Schließlich machten die Bayern das Rennen, doch eventuell ist der 27-Jährige charakterlich nicht ganz so einwandfrei, wie ihn Sportvorstand Matthias Sammer bei seiner offiziellen Präsentation angepriesen hatte.

Denn James Pallotta, Präsident des AS Rom, hat eine etwas andere Sicht der Dinge, wie die Trennung zwischen den "Giallorossi" und Benatia zustande kam. In einem offiziellen Statement auf der Webseite des Klubs zieht Pallotta als Reaktion auf die Aussagen im "Kicker" mächtig vom Leder und lässt kein gutes Haar am Marokkaner.

Pallotta: "Benatias Lügen sind inakzeptabel"

"Mehdi Benatia macht offensichtlich weiter mit seinen Lügenmärchen der vergangenen Monate. Im Juli einigten wir uns mündlich in Boston darauf, seinen Vertrag anzupassen und ihm eine Bonuszahlung und eine Gehaltserhöhung zu geben. Er sagte mir, er sei sehr glücklich, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass wir ihn unbedingt behalten wollten. Doch in den folgenden Monaten hat er sowohl Rudi Garcia (Trainer des AS Rom, Anmerk. d. Red.) als auch seine Mitspieler angelogen, was seinen Willlen zu bleiben und die Details seiner Gehaltsaufbesserung betraf."

Bei Pallotta war damit offensichtlich der Geduldsfaden gerissen. "Mich anzulügen, ist eine Sache. Damit kann ich einigermaßen umgehen. Aber dass er Garcia und seine Teamkollegen angelogen hat, ist für mich inakzeptabel", schreibt der Roma-Präsident - und weiter: "Ich habe Walter Sabatini gesagt, dass Benatia ein Gift wird und dass ich ihn nicht mehr bei uns haben wollte. Rudi und Walter haben mir zugestimmt. Es ging nicht ums Geld, sondern darum, dass wir charakterstarke Leute in der Kabine haben. Wir sind finanziell gesund. Als Eigentümer der Roma müssen wir dauernd schwierige Entscheidungen treffen. Als Fan der Roma bin ich tief enttäuscht, dass sich einer unserer Spieler so verhalten hat."

Bilder: Benatia erstmals im Training und Javi schaut zu

Bilder: Benatia erstmals im Training und Javi schaut zu

Was steckt hinter dieser Tirade? Will Pallotta mit diesen harten Worten tatsächlich nur von finanziellen Nöten ablenken? Handelt es sich um erste Scharmützel vor dem Aufeinandertreffen der beiden Klubs in der Champions-League-Gruppenphase? Oder steckt doch ein Funken Wahrheit in den Vorwürfen und Benatia hat ein falsches Spiel mit der Roma gespielt? Es scheint, als sei in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen...

Auch interessant

Meistgelesen

Lucio verteidigt den FC Bayern
Lucio verteidigt den FC Bayern
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler holt der FC Bayern München 2017?
Transfergerüchte und aktuelle News: Welche Spieler holt der FC Bayern München 2017?
Robben so fit wie selten zuvor: Ist das sein Geheimnis?
Robben so fit wie selten zuvor: Ist das sein Geheimnis?
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen
Ticker: Bayern-U19 verliert dramatisches Elferschießen

Kommentare