Bayern-Abwehr in Not

Wiederholungstäter! Diese Sperre droht Rotsünder Boateng

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Jerome Boateng muss mit drei Spielen Sperre in der Bundesliga rechnen.

München - Es war kein Brutalo-Foul, doch die Notbremse gegen Schalkes Sam bedeutete Rot für Jerome Boateng. Da der Verteidiger als Wiederholungstäter gilt, droht ihm eine längere Sperre. Bayern gehen die Abwehrleute aus.

Seinem unfreiwilligen Kurzeinsatz gegen Schalke hatte es Jerome Boateng zu verdanken, dass er am Tag nach dem 1:1 gegen die Knappen das komplette Training mit den Kollegen absolvieren musste (siehe Video unten). Nach 17 Minuten hatte der Bayern-Verteidiger wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen - und nun droht dem 26-Jährigen eine längere Sperre. Denn Boateng genießt den zweifelhaften Status eines Wiederholungstäters!

Nur Kuffour flog häufiger vom Platz als Boateng

Es war bereits sein dritter Platzverweis im Bayern-Trikot in der Bundesliga. Damit schob er sich in der internen Klub-Rangliste der Roten Karten auf Platz zwei hinter Ex-FCB-Profi Sammy Kuffour, der es in der Liga auf stolze sechs vorzeitige Spielausschlüsse brachte. Zusätzlich hat Boateng noch zwei Platzverweise aus der Champions League und eine Rote Karte aus ehemaligen HSV-Zeiten auf dem Kerbholz.

Doch wie lange muss der Rekordmeister nun auf seinen besten Abwehrmann verzichten? Der DFB-Kontrollausschuss hat drei Spiele Sperre beantragt. Das Mindestmaß für eine Notbremse beträgt ein Spiel Zwangspause. Doch Boateng ist eben Wiederholungstäter und verhinderte außerdem mit seinem Foul ein Tor, da Eric Maxim Choupo-Moting den anschließenden Strafstoß verschoss. Hätte der Schalker Stürmer den Elfmeter verwandelt, hätte sich das mildernd auf das Strafmaß ausgewirkt, schreibt die "Bild". Am heutigen Donnerstag soll die Entscheidung des DFB-Sportgerichts fallen, danach hat der FC Bayern die Möglichkeit, Einspruch gegen das Urteil einzulegen.

Bilder: Hoeneß zeigt sich Fans, Boateng und Götze ballern

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Klar ist auf jeden Fall, dass Boatengs Sperre die Bayern-Abwehr in Personalnot stürzt. Nach Philipp Lahm, Javi Martinez, Rafinha und dem noch nicht für komplette 90 Minuten einsetzbaren Holger Badstuber fehlt Trainer Pep Guardiola in Boateng nun der nächste Defensivmann.

Mit Dante und Medhi Benatia stehen nur noch zwei gelernte Innenverteidiger im Kader - ersterer befindet sich aktuell nicht in Topform (auch wenn er selbst dies bestreitet), letzterer fehlte fast die komplette Vorbereitung. Dennoch werden sie aller Voraussicht nach am Samstag beim Gastspiel beim VfB Stuttgart gemeinsam mit David Alaba Bayerns Abwehr-Dreierkette bilden. Sebastian Rode gegen Wolfsburg und Mitchell Weiser gegen Schalke hatten sich als Rechtsverteidiger nicht gerade für weitere Startelfeinsätze empfohlen.

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