Erschwerte Vorbereitung

Sammer: Probleme ja, Alibi nein!

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Matthias Sammer machen die erschwerten Vorbereitungsbedingungen ein wenig Sorgen.

München - Nur tröpfchenweise trudeln die Bayern-Stars während der Vorbereitung auf die kommende Saison ein, die Situation gestaltet sich aufgrund der zahlreichen WM-Fahrer schwierig. Doch Sportvorstand Sammer will die Probleme nicht als Alibi gelten lassen.

In vier Wochen startet die neue Bundesliga-Saison - und noch ist vollkommen unklar, in welcher Verfassung der FC Bayern die Titelverteidigung in der Eröffnungspartie gegen den VfL Wolfsburg angehen wird. Elf WM-Fahrer, mehrere Rückkehrer nach langen Verletzungen, drei Neuzugänge, fehlende Säulen wie die abgewanderten Mandzukic oder Kroos - die Vorbereitungsphase verläuft beim Rekordmeister unter erschwerten Bedingungen. Geht die Angst um an der Säbener Straße vor einem Bundesliga-Fehlstart?

Sammer: "Von vernünftigem Aufbau kann keine Rede sein"

"Angst ist das falsche Wort. Wenn, dann ist es eine Angst vor unkontrollierbaren Dingen und Respekt vor den Rahmenbedingungen in diesem Sommer", erklärt Sportvorstand Matthias Sammer. Generell empfindet Sammer die Situation als "abenteuerlich". Nach den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 ging der FC Bayern jeweils in der Folgesaison leer aus in Sachen Meisterschale. Ein Schicksal, das sich Sammers Einschätzung nach nicht zwingend wiederholen muss. "2010 wurde Spanien mit vielen Barca-Spielern Weltmeister. Pep Guardiola gewann im Jahr darauf mit ihnen Champions League und Meisterschaft", erinnert der 46-Jährige.

Zusätzlich erschwert wird Bayern-Trainer Guardiola die Vorbereitung dadurch, dass der Klub vom 30. Juli bis 8. August auf Promotion-Tour in den USA weilt. Die sechs Weltmeister stoßen erst am 5. August zur Mannschaft - viel Zeit für taktische Abläufe oder das erforderliche Individualtraining bleibt da nicht mehr. "Was mir Sorgen macht, ist, dass aus leistungssporttechnischen Gründen von einem vernünftigen Aufbau überhaupt nicht die Rede sein kann", räumt Sammer ein.

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Doch all das ist für den ehrgeizigen Sportvorstand kein Grund zu jammern: "Wir müssen vom ersten Tag an da sein. Wir weisen auf die Probleme hin, als Alibi dürfen sie aber nicht gelten." Und wer weiß, vielleicht peppt der FC Bayern vor dem Saisonstart seinen Kader ja noch ein wenig auf mit der ein oder anderen Neuverpflichtung. "Wir müssen überlegen, ob das genug ist oder ob wir noch was tun", äußerte sich Sammer kürzlich bei Sport1. Die Konkurrenz sollte sich also nicht allzu große Hoffnungen auf einen Bayern-Fehlstart machen...

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