Riesen-Euphorie

Die Bayern in Schanghai: Der Wahnsinn geht weiter

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Die Chinesen feiern alles, was ein rotes Trikot trägt.

Schanghai - Die Bayern ziehen weiter, doch die Begeisterung bleibt. Auch in der zweiten Stadt ihrer China-Reise wurden die Münchner gestern bei ihrer Ankunft bejubelt.

In Shanghai warteten die Fans nicht am Flughafen, sondern vor dem Mannschaftshotel auf Manuel Neuer & Co. „Die Fans sind fantastisch. Hier haben sie uns am Hotel überrascht“, berichtete Thomas Müller am Abend und war sichtlich erfreut: „Wenn man so empfangen wird, macht es Spaß, hierherzukommen.“

Viel Zeit blieb ihnen mit den Fans aber nicht. Wegen der dreieinhalbstündigen Verspätung des Fliegers landeten die Roten reichlich spät in Shanghai. In Peking hatte sich die Starterlaubnis des Lufthansa-Jumbos wegen schlechten Wetters lange hingezogen. So blieb den Stars gestern nur wenig Zeit mit ihren Fans, sie mussten schnell weiter zum Training. Doch die Chinesen blieben hartnäckig. Selbst die stundenlange Warterei vor dem Hotel hielt sie nicht davon ab, ihren Idolen zum Stadion zu folgen. „Es ist schön zu wissen, dass die Unterstützung auch in Asien so groß ist“, zeigte sich David Alaba von der Euphorie der Chinesen beeindruckt.

Rund eine Stunde trainierte der Rekordmeister am Abend noch im Shanghai Stadion, bis auf den leicht angeschlagenen Javi Martinez waren alle dabei. Die Start­elf aus der Valencia-Partie trainierte etwas dosierter als der Rest, am Ende schrieben die Spieler noch fleißig Autogramme. Dienstag trifft der Rekordmeister im zweiten Testspiel im Reich der Mitte in einer Neuauflage des CL-Finals von 2010 auf Inter Mailand (14 Uhr, Sport1). „In der Vorbereitung ist es besser, weniger Spiele zu machen, dafür aber gegen gute Gegner“, erklärte Pep Guardiola.

Weltklasse-Format hatten dagegen die Gegner von Lahm und Müller an der Tischtennisplatte. In einem Showmatch traten die beiden Münchner gegen den langjährigen Weltranglisten-Ersten Wang Hao und Ding Ning, die aktuelle Nummer eins der Frauen, an. „Es gibt Spieler, die können noch mehr Schnitt in den Ball legen als ich dachte“, staunte Müller: „Aber wir haben uns gut verkauft.“ In der Tat: Eine knappe 10:12-Niederlage gegen die Elite des Sports kann sich durchaus sehen lassen…

Sven Westerschulze

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