„Der ein oder andere kann durchschnaufen“

Rode will Stammspielern gegen ZSKA Pause gönnen

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Sebastian Rode kommt nicht nur bei den kollegen und Trainer Guardiola gut an, sondern auch bei Bayern-Maskottchen Berni.

Eigentlich könnte der FC Bayern die Partie gegen ZSKA Moskau völlig tiefenentspannt angehen, schließlich sind die Münchner schon längst fürs Achtelfinale qualifiziert. Aber trotzdem nehmen sie das Spiel sehr ernst.

FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat die eine Million Euro Siegprämie im Kopf, die Spieler das Flair der Königsklasse. Als „geilen Moment“ beschreibt Sebastian Rode die Augenblicke, wenn die CL-Hymne ertönt – klar, dass der 24-Jährige darauf brennt, dann auch auf dem Rasen zu stehen. Mit der starken Leistung nach seiner Einwechslung gegen Leverkusen (tz-Note 2) hat Rode beste Eigenwerbung betrieben. Während viele seiner Kollegen zuletzt im Dauereinsatz waren, saß der Neuzugang aus Frankfurt oft nur auf der Bank.

Müller: "Rode brennt auf dem Platz"

Gegen Moskau könnte seine Stunde schlagen. Der sonst bescheidene Hesse gibt sich vorsichtig optimistisch. „Ich denke schon, dass es eine Empfehlung war“, meint Rode, als die tz ihn auf seinen engagierten Auftritt gegen Leverkusen anspricht, und ergänzt mit Blick auf die Partie gegen ZSKA: „Es gibt für den ein oder anderen auch die Möglichkeit, durchzuschnaufen und dann gegen Augsburg wieder fit zu sein.“

Zwei CL-Einsätze kann Rode bislang verbuchen, vor zwei Wochen debütierte der Mittelfeldspieler in der Königsklasse in der Startelf. Von Angst oder Aufregung war in Manchester keine Spur, fast wäre ihm in der Anfangsphase sogar der Führungstreffer gelungen. Der unermüdliche Kämpfer fühlte sich auf europäischer Ebene richtig wohl – bis sein Arbeitstag nach 25 Minuten durch die Rote Karte gegen Medhi Benatia ein abruptes Ende nahm. Auch bei den Kollegen kommt seine leidenschaftliche Art auf dem Platz an. „Wenn Sebastian kommt, dann müssen sich die Grashalme in Acht nehmen. Der brennt auf dem Platz“, grinste Thomas Müller. Wenn es nach Rode geht, am liebsten wieder morgen: „Am Mittwoch steht wieder Champions League an. Vielleicht darf ich wieder von Beginn an ran.“

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Auch wenn er nicht darf – kritische Töne würde man auch dann nicht von Rode hören. „Er ist ein absoluter Teamplayer“, lobt Matthias Sammer den Blondschopf, den er am Samstag gegen Leverkusen „ein Stück weit als Matchwinner“ sah. Der Sportvorstand weiß, dass Rode sicher öfter von Anfang an spielen würde, bescheinigt ihm in der tz aber dennoch eine tolle Entwicklung: „Wir hatten immer Spieler in solchen Rollen, die ihren Stempel hinterlassen haben. Ob es ein Hasan Salihamidzic oder ein Anatoly Tymoshchuk war. Das sind Spielertypen, die sind für eine Mannschaft Gold wert. Sebastian gibt jeden Tag alles.“ Das will er auch am Mittwoch wieder. Am liebsten von Anfang an…

sw, mic

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