Fast wäre er in München gelandet

Bayern-Schreck Agüero: Warum Hoeneß ihn nicht wollte

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Sergio Agüero drehte gegen die Bayern mächtig auf - dabei wäre er vor acht Jahren fast im Münchner Trikot gelandet.

München - Sein Hattrick bedeutet die erste Niederlage für den FC Bayern seit 18 Pflichtspielen: Sergio Agüero war der Matchwinner für Manchester City. Beinahe wäre der Argentinier vor einigen Jahren in München gelandet.

Erst der Elfmeter, dann das Solo nach Xabi Alonsos Fehlpass und schließlich das eiskalte Ausnutzen von Jerome Boatengs Fehler: Mit seinen drei Toren gegen den FC Bayern avancierte Sergio Agüero zum Matchwinner und hielt so die Hoffnungen der Engländer auf ein Erreichen des Achtelfinales am Leben. Wenn die Bayern-Stars in der Nacht nach der 2:3-Pleite schlecht geträumt haben, dann bestimmt vom kleinen Argentinier.

Dabei hätte der 26-Jährige genauso gut das Bayern-Trikot tragen können. Denn vor einigen Jahren, genauer gesagt 2006, streckte der deutsche Rekordmeister die Fühler aus nach dem Ex-Schwiegersohn von Diego Maradona (Agüero war bis Januar 2013 mit Maradonas Tochter Giannina zusammen), wie Ex-Präsident Uli Hoeneß vor drei Jahren bei einem Fantreffen ausplauderte.

Hoeneß beobachtete Agüero höchstpersönlich - und wurde enttäuscht

Uli Hoeneß war von Agüeros Qualitäten nicht restlos überzeugt.

Der damalige Bayern-Manager befand sich im April 2006 auf Argentinien-Reise, um den hochtalentierten Jungspund höchstpersönlich vor Ort in Buenos Aires bei dessen Klub CA Independiente zu beobachten. Agüero war damals zwar erst 17 Jahre alt, hatte mit seinen außergewöhnlichen Fertigkeiten aber bereits Europas Topklubs auf den Plan gerufen. Sein Verein hatte auch schon eine Ablösesumme im Kopf: 16 Millionen Euro verlangte Independiente damals für den Jungstar. "Agüero scheint außergewöhnliche Fähigkeiten zu haben. Sicher wäre er kein Schnäppchen, aber bei einem Jungen mit solchen Qualitäten muss man mal mit etwas Risiko agieren", sagte damals auch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge. "Wir müssen vor Italienern und Spaniern an den Start gehen. Sonst wird's teuer."

Doch anstatt Hoeneß für sich einzunehmen, verprellte das Supertalent mit seinem Auftreten den prominenten Späher. "Vorm Spiel lehnte Agüero an einem Zaun, während sich die Kollegen warm gemacht haben", erinnerte sich Hoeneß 2011 im Gespräch mit der "Sport Bild". In der ersten Halbzeit sei der Stürmer kein einziges Mal am Ball gewesen. Als einzige Aktion hatte Hoeneß auf dem Scouting-Zettel einen Elfmeter stehen, den der Stürmer herausholte und gleich selbst verwandelte - im übrigen eine Parallele zum Champions-League-Spiel am Dienstagabend ...

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Einmal am Ball, ein Tor, aber insgesamt wenig erhellend. Vor allem, weil die Partie wenig später auch noch wegen einer Eiswürfelattacke der Fans auf den Schiedsrichter abgebrochen wurde. Also bot Hoeneß statt der geforderten 16 Millionen Euro nur fünf plus Einsatzbonus. Sicher ist sicher. "Da haben die mich ausgelacht", berichtet Hoeneß.

Doch der Bayern-Präsident ließ nicht locker und schickte auch noch den damaligen Trainer Felix Magath über den Atlantik, um ein differenzierteres Bild zu bekommen. Magaths Reaktion spricht Bände. Per Handy teilte er Hoeneß mit: "Eines sage ich dir, stiehl mir nie mehr meine Freizeit. Einen Spieler anzuschauen, der nur rumsteht, nicht läuft, dafür ist sie zu schade."

Und so kam Atletico Madrid zum Zug. Der amtierende Europa-League-Sieger bekam einen Monat später nicht für fünf, nicht für 16, sondern für 23 Millionen Euro den Zuschlag. 2011 wechselte Agürero, der nach einer bekannten Comicfigur "Kun" genannt wird, zu ManCity für kolportierte 43 Millionen Euro - und wurde so schließlich zum personifizierten Albtraum des FC Bayern.

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