Sonderrechte bei Schiris?

Matthäus: Schwere Vorwürfe gegen Guardiola

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Hat Pep Guardiola eine Sonderstellung bei den Schiedsrichtern? Lothar Matthäus glaubt: ja.

München - Genießt Pep Guardiola bei Schiedsrichtern Sonderrechte? Das behauptet Lothar Matthäus. Außerdem äußert sich der Rekordnationalspieler über einen möglichen Reus-Transfer und Bastian Schweinsteigers Fitnesszustand.

Lothar Matthäus kritisiert im Gespräch mit "Sportbild" die Sonderstellung von Bayern-Trainer Pep Guardiola bei den deutschen Schiedsrichtern. „Ein anderer Trainer wäre für die Aktion mit Bibiana Steinhaus wahrscheinlich auf die Tribüne geschickt worden“, sagt der Rekordnationalspieler mit Blick auf das Spiel in Gladbach.

Der Bayern-Trainer hatte der vierten Schiedsrichterin während des Spiels den Arm um die Schulter gelegt, Steinhaus wehrte sich erfolgreich gegen diese körperliche Einflussnahme und wischte Guardiolas Hand einfach weg. Konsequenzen gab es für den Spanier allerdings nicht.

Achtung, Bayern! ManCity will Guardiola

Matthäus legt nach: „Genauso ist es seltsam, dass sich Guardiola 80 Prozent der Zeit außerhalb der Coaching Zone aufhalten darf. Auch gegen Dortmund gab es Szenen, wo er ganz offensichtlich das Spiel behindert hat – einmal beispielsweise einen Dortmunder Spieler bei einem Einwurf.“ Für Matthäus unverständlich. „Der vierte Schiedsrichter hat sich das nur angeschaut, Guardiola noch nicht einmal ermahnt. Das ist ein Bonus, den er sich erarbeitet hat. Ob der auch verdient ist, ist eine andere Frage.“

Matthäus: Der FC Bayern braucht Marco Reus"

Keine Frage ist es hingegen für den Rekordnationalspieler, ob Dortmunds Marco Reus eine Verstärkung für den FC Bayern wäre. "Zukunftsorientiert braucht der FC Bayern Marco Reus", ist sich Matthäus sicher: "Arjen Robben und Franck Ribéry haben ein gewisses Alter erreicht. Auf Top-Niveau können sie nicht mehr dauerhaft spielen, das sah man zuletzt an Ribéry, der oft verletzt war. Deswegen macht eine Verpflichtung Sinn. Zudem kann Bayern mit Marco Reus flexibler spielen. Und genau das will Pep Guardiola."

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Davon, wie der Transfer vonstatten gehen soll, hat der 53-Jährige klare Vorstellungen: "Es braucht diese Grabenkämpfe mit dem BVB nicht, die von Karl-Heinz Rummenigge inszeniert werden. Mal etwas überspitzt gesagt: Man könnte sich vor Weihnachten mit Marco Reus zusammensetzen, ihm einen Vertrag hinlegen und ihn auch ohne Geplänkel nach München holen - genauso, wie es bei Mario Götze praktiziert worden ist." Zumal Reus und Götze von der gleichen Berateragentur namens "SportsTotal" vertreten werden.

Matthäus glaubt darüberhinaus nicht, dass Bastian Schweinsteiger nach seiner langwierigen Knieverletzung wieder so stark zurückkommen wird wie zuvor. Es werde nicht einfach, da Schweinsteiger mit seinen 30 Jahren bereits ein gewisses Alter erreicht habe. "Eine Patella-Verletzung ist sehr unangenehm. Zudem hat Bastian seit Jahren mit mehreren Verletzungen zu kämpfen. Trotz aller medizinischen Möglichkeiten wird es schwierig für ihn, noch einmal zurückzukommen. (...) Man verliert immer ein paar Prozentpunkte. Das Niveau, das er beim WM-Finale hatte, kann er dauerhaft sicher nicht mehr erreichen."

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