Münchner Alleinherrschaft

Bayern überrollt die Liga: "Zug ist nicht aufzuhalten"

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Der FC Bayern zieht in der Liga einsam seine Kreise an der Tabellenspitze.

Paderborn - Der FC Bayern spaziert Richtung 25. Meistertitel. Mit dem zweiten Kantersieg in Serie untermauerten die Münchner ihre Alleinherrschaft in imposanter Manier.

Acht Tore gegen Hamburg, sechs Tore in Paderborn - dem FC Bayern gehen auf nationaler Bühne langsam aber sicher die Gegner aus. Allein in den vergangenen beiden Partien erzielte der Spitzenreiter so viele Tore wie der HSV im gesamtem bisherigen Saisonverlauf. Auf die Dominanz des Rekordmeisters reagierte André Breitenreiter mit einem devoten Lächeln. „Wir haben gegen die weltbeste Mannschaft gespielt und den weltbesten Trainer. Man kann diesen Zug nicht aufhalten“, kommentierte der Paderborner Trainer das einseitige Duell, „ich bedanke mich für das tolle Erlebnis.“

Guardiola sieht Fortschritte bei seinem Team

Mit imposanter Leichtigkeit meisterten die Münchner die nächste Hürde auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Dank des Doppelschlags von Robert Lewandowski (24./37. Minute) sowie der Tore von Arjen Robben (63./86.), Franck Ribéry (72.) und Mitchell Weiser (78.) vergrößerte das Münchner Starensemble den Abstand zum Verfolger VfL Wolfsburg zumindest bis Sonntag auf elf Punkte. Selbst der ansonsten kritische Bayern-Coach Pep Guardiola war voll des Lobes: „Heute bin ich sehr zufrieden, weil wir nach einem Champions-League-Spiel seriös aufgetreten sind.“

Vier Tage nach dem glanzlosen 0:0 in der Champions League gegen Schachtjor Donezk fiel es den Bayern nur zu Beginn der Partie schwer, auf Touren zu kommen. Denn die Taktik von SC-Coach Breitenreiter, in der Abwehr wie schon im Hinspiel auf eine Fünferkette zu setzen, bereitete dem Rekordmeister zumindest in den ersten 20 Minuten Probleme.

Lewandowski knipst wieder

Erst ein Geistesblitz von Robben, der Lewandowski mit einem Traumpass in Szene setzte, brachte das gegnerische Bollwerk ins Wanken. Der freigespielte Pole hatte keine Mühe, die erste Torchance für sein Team zu nutzen und seinen neunten Saisontreffer zu erzielen.

Dieses frühe Tor spielte dem Tabellenführer in die Karten. Selbst der Energiesparmodus genügte, um das Geschehen zu kontrollieren und die Führung en passant auszubauen. Nach Flanke von Ribéry war erneut Lewandowski zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. „In der 1. Halbzeit haben wir uns schwergetan. Aber die beiden Tore waren der Grundstein zum Sieg“, sagte der starke Robben.

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Gegen die biederen Gastgeber, die nur als emsige Zweikämpfer Akzente setzten, machten die Bayern in der 2. Halbzeit alles klar. Letzte Zweifel beseitigte Robben. Der vom mit Rot bestraften Gegenspieler Florian Hartherz gefoulte Niederländer verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:0 sicher. Damit war der Torhunger der Gäste noch nicht gestillt: Ribéry, der eingewechselte Weiser und erneut Robben rundeten den souveränen Auftritt ihrer Mannschaft ab.

Für den chancenlosen Aufsteiger war es hingegen die dritte Heimniederlage in Serie und die höchste Saisonpleite. Damit rückt die Abstiegszone bedrohlich nahe. Immerhin machten die aufmunternden Worte von Guardiola Mut für die kommenden Wochen. „Ich bin mir sicher, Paderborn bleibt in der Bundesliga“, sagte der Bayern-Coach. Diese Prognose war ganz nach dem Geschmack seines Gegenübers. Lächelnd ging Breitenreiter auf die Worte des Spaniers ein: „Gegen Ende der Saison komme ich darauf zurück und werde es unterschreiben.“

dpa

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