Jetzt ist er Bayerns Ballermann

FCB-Taktik ohne Robbery macht Lewandowski stark

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Alleine gegen Schwarzgelb: Am Samstag war Torschütze Robert Lewandowski der entscheidende Mann im Bayern-Spiel.

München - Der schmerzliche Ausfall von Arjen Robben und Franck Ribéry hatte für den FC Bayern unerwartet positive Folgen. Nämlich eine Leistungsexplosion bei Robert Lewandowski.

Wer hatte sich nicht alles um die Offensive des FC Bayern gesorgt, so ganz ohne Robbery. Weder Arjen Robben, noch Franck Ribéry waren am Wochenende fit, der Angriff der Münchner galt ihrer wuchtigsten Waffe beraubt. Doch dabei war es ausgerechnet der Ausfall der beiden Ausnahmekönner, der eine Offensivkraft erst so richtig zur Entfaltung kommen ließ. Robert Lewandowski machte eines seiner besten Spiele im Trikot des FCB.

Kein Zufall, dass ausgerechnet der Pole das goldene Tor gegen seinen Ex-Verein erzielte und die Rufe nach Robbery verstummen ließ. „Wir wussten, dass es kein einfaches Spiel wird. Natürlich haben wir mehr Torchancen, wenn drei oder vier offensive Spieler auf dem Platz stehen. Diesmal waren es nur zwei“, meinte Lewandowski. Einzig Thomas Müller war außer ihm noch nach vorne ausgerichtet, der Rest der Mannschaft dachte defensiv. Doch Lewandowski störte das kein bisschen. Das Angriffsspiel der Münchner war auf ihn zu geschnitten, so wie früher, als er noch auf der anderen Seite spielte.

„Da hat man gesehen, was oft in Dortmund zu sehen war: viele lange Bälle. Und diese Bälle verarbeitet er super mit seinem Körper, den er gut reinstellt“, sagte Thomas Müller zu seinem Sturmpartner. Und weiter: „Da kann er schon viele Bälle halten, von denen man eigentlich meinte, der ist jetzt weg! Er kriegt ihn einfach trotzdem.“

Der 26-Jährige genoss es, die Bälle mit dem Rücken zum Tor anzunehmen und loszuziehen, anstatt sich dem ewigen Kombinationsspiel verbunden mit dem Ausweichen auf die Außen anzupassen.

Müller: „Man sieht auch im Training, was er für Qualitäten hat. Unsere Spielweise war nur eben in 90 Prozent der Fälle nicht so, dass wir viele lange Bälle gespielt haben. In Dortmund war es der Situation geschuldet.“

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Und so entstand das 1:0 auch aus einer Szene, in der Lewy zunächst mit dem Rücken zum Tor stand. „Ich habe Thomas starten sehen“, verriet Lewandowski, nach dem er Mats Hummels im Zweikampf ziemlich alt aussehen ließ. Den Abpraller von Müllers Fehlversuch nickte der Knipser mit seinem 14. Saisontor in die Maschen (36.).

Sieben Treffer hat der Pole in den vergangenen sieben Ligaspielen erzielt, und er ist dabei nicht auf Robben und Ribéry angewiesen, um zu glänzen. Eine beruhigende Gewissheit für den FCB in diesen Tagen.

sw, mic

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