Guardiolas Wunschspieler

Giggs soll Thiago-Wechsel zu ManU gestoppt haben

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Thiago Alcantara (l.) kam im vergangenen Sommer vom FC Barcelona zum FC Bayern - weil Ryan Giggs (r.) seinen Wechsel zu Manchester United verhinderte?

München - Wie eine englische Zeitung berichtet, wäre Bayern Münchens Mittelfeldzauberer Thiago Alcantara vergangenen Sommer fast in Manchester statt in München gelandet. Nur Ryan Giggs' Veto verhinderte den Transfer.

"Thiago oder nix" - Pep Guardiolas Ansage in der Vorbereitung auf die Saison 2013/14 war deutlich. "Ich kenne ihn, er ist sehr gut. Diesen einzigen Spieler habe ich nachgefragt, weil ich glaube, dass wir Thiago brauchen. Er ist ein Talent, ein junger, super, super Spieler", schwärmte der Coach von seinem ehemaligen Schützling in Barcelonas zweiter Mannschaft. Und die Bayern-Bosse folgten dem Wunsch ihres neuen Trainers im vergangenen Sommer postwendend. Für kolportierte 25 Millionen wechselte der Spanier, der bei Barca trotz hervorstechender Qualitäten nicht richtig zum Zuge kam, an die Säbener Straße.

Giggs: "Thiago ist kein Spieler für Manchester United"

Wie die gemeinsame Internetausgabe der englischen Zeitungen Daily Express und Sunday Express berichtet, hätte Manchester United den Bayern damals Thiago aber fast vor der Nase weggeschnappt. Laut des Berichts war der Wechsel Thiagos zu den Red Devils so gut wie in trockenen Tüchern. Lediglich der obligatorische Medizin-Check stand noch aus. Doch die lebende ManU-Legende Ryan Giggs soll sein Veto gegen eine Verpflichtung eingelegt haben. Thiago sei "kein Spieler für Manchester United", soll Giggs eingewendet haben. Zweifel sind allerdings durchaus angebracht gegenüber dieser Geschichte. Schließlich dürfte die Tatsache, dass Pep Guardiolas Bruder Pere der Berater Thiagos ist, keine unwesentliche Rolle bei der Entscheidung pro Bayern gespielt haben.

Express beruft sich auf den Journalisten Ian McGarry, der die Begründung von Giggs gegenüber dem damaligen ManU-Coach David Moyes in Erfahrung gebracht haben will. "Für diesen Klub zu spielen bedeutet mehr, als nur Fußballer zu sein. Es geht um die Einstellung, die Mentalität, darum, was du wirklich willst", wird Giggs zitiert: "Dein gesamter Körper, jede Zelle, muss es unbedingt wollen, für Manchester United zu spielen und zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass er (Thiago Alcantara; Anm. d. Red.) ein Spieler für Manchester United ist." Daraufhin soll Moyes Abstand genommen haben von einer Verpflichtung, so McGarry.

Giggs ist jetzt Co-Trainer von van Gaal

Mit zwei Triumphen in der Champions League, 13 Meistertiteln, vier FA Cups und drei Ligapokalen ist Giggs der am höchsten dekorierte Kicker in der Geschichte des Fußball-Mutterlandes. Und er ist längst mehr als „nur“ ein Fußball-Star: 2007 verlieh ihm die Queen den „Order of the British Empire“, seit 2009 hängt sein Porträt in der Waliser Nationalbibliothek.

Obwohl Giggs 2006 eine eher lasche Biographie schrieb, gilt er auf der Insel als harter Kerl, als Alpha-Männchen der „Class of '92" um die späteren Stars Beckham, Paul Scholes, Gary und Phil Neville sowie Nicky Butt. Als Moyes kurz vor dem Saisonende bei ManU entlassen wurde, übernahm "Giggsy" als Spielertrainer das Kommando. Zum Saisonende erklärte er schließlich seinen Rücktritt vom aktiven Fußball. Künftig wird er dem neuen ManU-Coach Louis van Gaal als Co-Trainer zur Hand gehen - und hoffentlich die Finger von Transferberatungen lassen (Bayern und Manchester United angeblich einig über Kroos-Transfer), wenn die Geschichte des Express tatsächlich stimmt...

dh

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