Was die Bayern-Kollegen sagten

Thiago: "Meine Mitspieler haben mich veräppelt"

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Nehmen Javi Martinez (l.) und Arjen Robben hier den Kollegen Thiago auf die Schippe?

München - Während sich viele seiner Teamkollegen auf die WM vorbereiten, muss Bayerns Thiago verletzt zuschauen. In einem Interview verrät er dafür jetzt, wie ihm seine Mitspieler anfangs bei Bayern hinters Licht geführt haben.

Nein, Namen will er keine nennen. Aber dass ihn einige seiner neuen Teamkollegen beim FC Bayern kurz nach seiner Ankunft in München im vergangenen Sommer ordentlich auf die Schippe nahmen, hat Thiago Alcantara jetzt im Video-Interview mit der spanischen "GQ" verraten.

Befragt nach dem Leben in Deutschland antwortet der Mittelfeldkünstler, der vom FC Barcelona an die Säbener Straße wechselte, mit einem Grinsen: "Meine Mitspieler haben mich damals etwas veräppelt, als ich gekommen bin. Sie sagten, es würde hier monatelang schneien und es sei sehr kalt. Aber soviel anders als in Barcelona ist das Klima hier gar nicht."

"In Deutschland ist der Fußball schneller und körperlicher"

Geholfen bei der sportlichen Integration habe vor allem Pep Guardiola beziehungsweise die Tatsache, dass Thiago den Spielstil des Trainers aus gemeinsamen Barca-Zeiten kannte. "Guardiola berücksichtigt die jungen Spieler sehr. Er ist ein sehr großer Trainer. Er hat in seinem ersten Jahr damals bei Barca gleich jenen Stil fortgeführt, den er im Jahr zuvor noch in der B-Mannschaft spielen ließ. Als ich damals zu den Barca-Profis gestoßen bin, hatte ich natürlich viel Respekt vor den großen Spielern. Aber immerhin kannte ich die Art Fußball zu spielen schon", schwärmt der 23-Jährige.

Offensichtlich beruht die Wertschätzung auf Gegenseitigkeit, schließlich wollte Guardiola seinen Wunschspieler unbedingt bei Bayern sehen ("Thiago oder keinen").

Generell hat der Mittelfeldspieler einige "große Unterschiede" zwischen dem spanischen und deutschen Fußball ausgemacht: "In Spanien wird langsamer gespielt, mehr technisch. In Deutschland dagegen ist der Fußball schneller und körperlicher."

Diese Körperlichkeit hat Thiago teilweise auch um die WM gebracht. Ende März verletzte er sich beim Spiel gegen Hoffenheim, verdrehte sich bei einem Zweikampf das Knie und erlitt einen Innenband-Teilabriss. Die Hoffnung auf rechtzeitige Genesung vor dem DFB-Pokal-Endspiel zerschlug sich. Stattdessen kehrte Thiago von der Behandlung aus Spanien mit einem erneuten Innenbandriss nach München zurück - was das WM-Aus für ihn bedeutete.

Der spanische Nationalspieler mit brasilianischer Herkunft hätte nur zu gerne die Endrunde gespielt im Heimatland seines Vaters, der einst selbst Fußballprofi war. "Mit der verpassten WM-Teilnahme ist ein Traum zerplatzt", räumt er ein, auch wenn er sich trotz seiner Wurzeln nicht als Brasilianer fühlt: "Ich lebe in Spanien, seit ich ganz klein war. Und ich fühle mich seither als Spanier."

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