Nächster Zoff um jungen Spieler droht

Ist Bayern heiß auf dieses VfB-Ausnahmetalent?

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Timo Werner (r.) hat bereits in seinem jungen Alter seine Bundesligatauglichkeit bewiesen.

München - Die Gewitterwolken nach dem Zoff zwischen Bayern und Gladbach im Transferstreit um Sinan Kurt sind noch nicht verzogen, da bahnt sich bereits ein neuer Talente-Konflikt an.

Er ist gerade mal 18 Jahre alt, bewies in der abgelaufenen Saison aber schon, wie wertvoll er für den VfB Stuttgart sein kann. Mit seinen unbekümmerten Leistungen und insgesamt vier Toren trug er einen ordentlichen Anteil am Last-Minute-Klassenerhalt der Schwaben. Und das, obwohl er nebenbei auch noch sein Abitur baute. Klar, dass solche Leistungen die Späher der Topvereine in Habachtstellung versetzen: Je früher man solche Toptalente an Land ziehen kann, umso geringer fällt die Ablösesumme aus.

Wird Werner der nächste Gomez?

Werner unterschrieb am 6. März 2014, dem Tag seines 18. Geburtstages, seinen ersten Profivertrag beim VfB (Laufzeit bis 2018). Doch wie lange der wieselflinke Außenstürmer noch im weißen Trikot mit dem roten Brustring aufläuft, ist fraglich. Wie die Sportbild erfahren haben will, sind die Bayern-Bosse offenbar ganz scharf auf den Schwabenhappen.

Für den letzten Profi aus Stuttgart, einen gewissen Mario Gomez, blätterten die Münchner weit mehr als 30 Millionen Euro auf den Tisch. Mit Werner soll es nun mit einem deutlich kleineren Betrag klappen. Sportvorstand Matthias Sammer hatte bereits vor einem Jahr die Angel nach Werner ausgeworfen - doch der damals 17-Jährige entschied sich für seinen Heimatklub.

Ehrenkodex unter Bundesligaklubs von Bayern aufgekündigt

Sollten die Bayern tatsächlich eine Transferoffensive in Richtung Werner starten, dürfte der nächste Talente-Zoff entstehen. Erst vor zwei Wochen war der Streit zwischen Max Eberl und Sammer publik geworden. Der Gladbach-Manager warf dem Bayern-Boss unlauteres Verhalten im Werben um Borussen-Talent Sinan Kurt vor.

Den einstigen Ehrenkodex, wonach sich die Bundesligisten nicht untereinander die besten Nachwuchskicker streitig machen, ist vom FC Bayern obsolet gemacht worden. Der Rekordmeister fürchtete, im internationalen Ringen um die besten Talente ins Hintertreffen zu geraten, da immer mehr Jugendspieler in ausländische Ligen, vor allem in die englische Premier League abgewandert sind.

Fokus der Bayern auf deutschen Talenten

Sammer sagt zu der Thematik nur allgemein: "Die sportliche Qualität und charakterliche Eigenschaft des deutschen Fußballs ist sehr, sehr interessant für uns. Deshalb wird unser Fokus ganz klar auf Deutschland liegen. Diese Strategie und Richtung wird sich eher noch mal verstärken."

Während die Bayern früher auch mal südamerikanische Talente verpflichteten, etwa Breno, wollen sie nun nicht mehr die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen. "Die Ausbildung der deutschen Nachwuchsspieler ist auf einem hohen Niveau - deswegen sind diese Spieler sehr interessant für uns, weil sie uns bekannt sind", erklärt Sammer. Die Tatsache, dass Sammer in seiner ehemaligen Funktion als DFB-Sportdirektor sich vor allem um den Nachwuchsbereich kümmerte und dadurch viele hoffnungsviele Talente zu Gesicht bekam, dürfte den Bayern dabei äußerst hilfreich sein - und für weiteren Ärger bei der Bundesliga-Konkurrenz sorgen.

Alle Bayern-Gerüchte des Transfer-Sommers

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