Bayerns Ersatzmann

Reina über Comeback: "Bin auf der Zielgeraden"

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Pepe Reina wird spätestens zur Rückrunde wieder zur Verfügung stehen.

München - Lang dauert’s nicht mehr! Beim Paulaner Cup in Unterhaching erlitt Pepe Reina (32) eine Muskelblessur, Bayerns Nummer zwei steht aber bald wieder in den Startlöchern. Das tz-Interview mit dem Spanier:

Señor Reina, die wichtigste Frage vorab: Was macht Ihr Muskel?

Reina: Viel besser, danke der Nachfrage! Wenn alles glattgeht, bin ich in den nächsten Wochen wieder beim Team. Ich bin auf der Zielgeraden.

Blöd, dass Ihre Zeit hier in München mit einer Verletzung losging…

Reina: Zu einem passenden Zeitpunkt kommen derartige Verletzungen nie, aber es stimmt schon: Ich habe mir bei einem Testkick eine schwerere Muskelverletzung zugezogen, das war unglücklich. Aber ich blicke jetzt nach vorn und sehe zu, dass ich die Reha so schnell es geht hinter mich bringe.

Wie ist Ihr Eindruck vom Rekordmeister?

Reina: Meine Erwartungen wurden übertroffen. Was der Klub für den weltweiten Fußball bedeutet, wie enorm seine Fanbasis ist, wie perfekt die Organisation ist und wie qualitativ hochwertig das Team und der Stab ist – all das darf ich jetzt hautnah erleben.

Sagt Ihnen die Stadt zu?

Reina: Sehr! Es ist ruhig hier, zudem wird die Intimität eines Fußballers und seiner Familie stets respektiert. Die Kultur hat mich angezogen, vor allem die fußballerische.

So?

Reina: Die Stadien sind voll. Immer und überall. Genau darum geht’s doch im Fußball: dass die Leute hingehen, sich die Spiele anschauen und es genießen.

Ist die Bundesliga derzeit das Vorbild?

Reina: Was die Organisation angeht, ist sie mit der Premier League auf jeden Fall die seriöseste.

Haben Sie sich denn mit der Rolle als Ersatzkeeper abgefunden?

Reina: Ich wusste, auf was ich mich einlasse. Bereits bei den Gesprächen teilte mir der Klub mit, dass ich als Ersatzmann kommen würde – das habe ich von Beginn an akzeptiert und daran hat sich auch nichts geändert. Ich lerne eine Menge von Manu, jetzt kommt es aber erst mal darauf an, wieder fit zu werden.

Exklusiv: Wer im FC-Bayern-Bus jetzt wo sitzt

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Sie sind bekannt dafür, über die Jahre die gute Seele der spanischen Selección gewesen zu sein. Ist dieser Reina-Effekt auch hier angekommen?

Reina: Teamgeist war beim FC Bayern bereits vor meiner Ankunft massig vorhanden, den muss Pepe Reina jetzt nicht von irgendwo mitbringen. Ich mache einfach das, was ich schon immer getan habe: Hart trainieren und stets vorbereitet sein, falls mich die Mannschaft irgendwann brauchen sollte. Ich bin einfach so wie ich bin.

Wo haben Sie eigentlich den 1:0-Sieg des DFB-Teams über Spanien verfolgt?

Reina: Daheim mit meiner Familie. Die Partie war kein Leckerbissen. Und zwar auf beiden Seiten nicht. Ein Remis wäre wohl gerecht gewesen.

Vor allem in Bezug auf die Selección wurde viel vom Ende einer Ära geschrieben. Teilen Sie diese Ansicht?

Reina: Zyklen gehen eben irgendwann auch mal zu Ende, aber das heißt jetzt nicht, dass man auf einen Schlag 15 neue Kicker an Bord holen muss. Das geht peu à peu, es werden neue Spieler dazustoßen, aber bei unseren U-Mannschaften ist uns eine brillante Zukunft gesichert. Am besten kann das aber der Trainer (Vicente del Bosque, d.Red.) beurteilen. Er ist ein Mann des Fußballs, war lange Zeit Jugendchef bei Real Madrid und hat ein spezielles Händchen für Jugendspieler. Kein Besserer als er.

Interview: J. Carlos Menzel Lopez

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