Schrecklicher Unfall: Mann wird von U-Bahn mitgeschleift und stirbt

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Berater von Shaqiri und Hojbjerg zu Gast

Bayern-Transfers: Der Stand der Dinge

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Auf dem Absprung? Xherdan Shaqiri.

München - Der FC Bayern startet entspannt, aber fokussiert in die neue Saison. Die Berater von Xherdan Shaqiri und Pierre-Emile Hojbjerg waren oder sind an der Säbener Straße zu Gast.

18 Tage lang Zeit hatte Dante, um sich ein wenig zu erholen von diesem Jahr 2014. Die hat er auch gebraucht. In seiner Heimat Brasilien ließ der 31-Jährige die Sorgen kurzzeitig hinter sich. In Flip-Flops und ärmellosen Shirts, mit viel Sonnenschein, bei seiner Familie. Ob er die WM-Schmach, das 1:7 der Selecao gegen die deutsche Weltmeister-Elf, aber nun tatsächlich endgültig hinter sich lassen kann, entscheidet sich erst ab heute.

Wenn Bayern-Trainer Pep Guardiola seine Stars ab 16 Uhr zum Trainingsauftakt an der Säbener Straße empfängt, wird Dante merken, wie seine Kollegen nach den Weihnachtsferien so drauf sind. So wie in den letzten Monaten, als doch der ein oder andere Witz über das historische Halbfinale von Belo Horizonte fiel? Oder etwas kollegialer gegenüber dem Einzigen im Team, der an den Ereignissen dieses Tages noch zu knabbern hat?

Dante hat im brasilianischen TV immerhin nun zugegeben, dass ihn die Frotzeleien der deutschen Weltmeister bisweilen doch etwas genervt haben. Vor allem Thomas Müller müsse sich zusammenreißen. „Ich habe ihm gesagt: ,Mach keine Witze mehr, die bringen mich nicht zum Lachen. Und wenn mich das nicht zum Lachen bringt, werde ich sauer und es knallt’“, wurde er zitiert. Knallgefahr bei den Bayern? Wohl eher bei Randgeschichten wie der von Dante. Ansonsten scheint die 23-tägige Vorbereitung auf den Rückrundenstart am 30. Januar beim VfL Wolfsburg – Stand jetzt – doch eher ruhig zu werden.

Der Fahrplan: Heute Trainingsstart in München; morgen Laktattest; am Freitag Abreise ins Trainingslager nach Katar, wo am 13. Januar gegen die „Katar Stars“ und vor der Rückreise vier Tage später gegen eine Auswahl in Saudi Arabien zwei Tests anstehen; dann Generalprobe am 23. Januar beim VfL Bochum.

Der Plan: So hart weiterarbeiten wie bisher. „Die Herausforderung liegt darin, uns jeden Tag immer wieder aufs Neue zu beweisen“, sagte Matthias Sammer in der Winterpause – und forderte: „Ab dem Moment, wenn das Training wieder beginnt, müssen wir das, was war, zu den Akten legen.“ Der Rekordvorsprung von elf Punkten als Herbstmeister der Bundesliga, die bis dato erst drei Gegentore, der souveräne Marsch zum Gruppensieg in der Champions League – all das zählt nicht mehr. Auch im letzten Jahr stand man ähnlich gut da, und verlor dann das Halbfinale der Königsklasse äußerst schmerzhaft gegen Real Madrid. „Es wird ganz wichtig sein, dass wir konzentriert arbeiten, denn in der Rückrunde kommen die großen Spiele“, sagte Arjen Robben daher.

Robben gehört zu den Profis, die erst heute wieder an ihrer Arbeitsstätte erscheinen. Andere trudelten schon ab Montag nach und nach ein. Unter anderem die lange Verletzten David Alaba und Holger Badstuber absolvierten eine Übungseinheit, auch Medhi Benatia und Tom Starke meldeten sich wieder fit. Im Kraftraum arbeitete zudem Pierre-Emile Hojbjerg, neben Xherdan Shaqiri einer der beiden Spieler, über deren Zukunft in den kommenden Tagen noch entschieden werden soll.

Bereits am Montag wurde Hojbjergs Berater Sören Lerby auf dem Vereinsgelände gesehen, heute soll ein weiteres Gespräch anstehen. Verhandelt wird ein Leihgeschäft des 19-Jährigen. Hannover 96 hat via Manager Dirk Dufner seine Anfrage noch einmal erneuert („Wir haben unser Interesse hinterlegt. Bayern kann es sich gut vorstellen“), Favorit allerdings soll der FC Augsburg sein. Shaqiri, dessen Bruder Erdin ebenfalls heute eine Unterredung mit Sammer hat, zieht es weiter weg: Nach wie vor sind Liverpool und Inter Mailand im Gespräch.

Ansonsten deutet sich kein größerer Transfer-Coup – wie etwa der von Robert Lewandowski aus dem Vorjahr – an. Beim einzigen dafür infrage kommenden Kandidaten Marco Reus, der im Sommer für 25 Millionen Euro zu haben ist, wirkte es in letzter Zeit eher so, als hätten sich die Parteien noch einmal entfremdet. Knallgefahr gibt es höchstens, wenn die vielen Verletzten zurück in den Kader drängen. Aber: Der FC Bayern ist ja ab und an auch mal für eine Überraschung gut.

Hanna Schmalenbach

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