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Knallhart-Kritik von Kahn: Lewandowski wird seinem Anspruch nicht gerecht

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Von: Andreas Knobloch

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Oliver Kahn kritisierte Robert Lewandowski scharf.
Oliver Kahn kritisierte Robert Lewandowski scharf. © AFP / Odd Andersen - dpa / Sven Hoppe

Der FC Bayern München muss nach dem Hinspiel mit einer 1:2-Niederlage gegen Real Madrid leben. Die Münchner vergaben dabei viele Chancen. Oliver Kahn kritisiert nach dem Spiel besonders einen.

München - Die 1:2-Niederlage im Hinspiel täuscht über vieles weg. Denn spielerisch war das alles andere als schlecht. Das große Manko des FCB war die Chancenverwertung. Real Madrid machte gefühlt aus jeder Torchance ein Tor, die Bayern hatten enorm viele Gelegenheiten und konnten diese nicht nutzen. Joshua Kimmich, der den einzigen Treffer erzielte, sagte nach dem Match: „Ich hätte vor dem Spiel nicht gedacht, das wir so viele hochkarätige Chancen bekommen. So viele Riesenchancen hatten wir nicht mal gegen Hannover letzte Woche.“

Niklas Süle meinte: "Wenn wir 5:2 gewonnen hätten, hätte sich keiner beschweren können. Ich glaube, ich habe selten so ein schwaches Real Madrid in München gesehen."Kimmich legte sogar noch einen drauf und behauptete, „7:2“ wäre gerecht gewesen. 

Franck Ribéry, Thomas Müller, Robert Lewandowski und Mats Hummels - sie hätten alle einen Treffer für die Münchner erzielen können. Manchmal verfehlten sie das Tor, in anderen Situation war Keylor Navas hellwach. Oliver Kahn hatte seinen Schuldigen schnell ausfindig gemacht: Lewandowski. Für ihn war der Pole nicht gut genug. „Die Bayern konnten ihre Chancen einfach nicht nutzen. Und genau das hat den Unterschied gemacht“, analysierte der ehemalige Keeper bei ZDF. 

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„Ich sehe Lewandowski in diesen Spielen zu wenig. Lewandowski wird einfach in diesen Spielen dem Status, den er haben möchte, nicht gerecht. Da muss er dann aber auch mal gnadenlos zuschlagen“, so Kahn weiter. Der Pole geriet ins Zentrum der Kritik. 

Jedoch sollten sich die Bayern vor Augen halten, dass in der vergangenen Saison Lewandowski im Rückspiel des Viertelfinals (im Hinspiel fehlte er verletzt) ein entscheidender Faktor war. Und der Mittelstürmer war nicht der einzige Superstar, der im Hinspiel am Mittwochabend eine schwache Leistung ablieferte. Auch Cristiano Ronaldo blieb blass. Jetzt können beide im Rückspiel zeigen, wie wichtig sie für ihr jeweiliges Team sind. 

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AnK

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