Zurück auf der Insel

FC Bayern will CL-Gruppensieg: "Europa jagt uns"

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Bayern-Spieler Franck Ribéry

München - Vor vier Monaten feierten die Bayern in London den Triumph in der Champions League. Jetzt sind sie zurück auf der Insel. Nach 100 Tagen unter Guardiola soll bei ManCity der Weg zum Gruppensieg geebnet werden.

Mit Volldampf ins Duell um den Gruppensieg in der Champions League: Der FC Bayern ist gut vier Monate nach dem Triumph von Wembley mit der Zuversicht eines Titelverteidigers auf die Insel zurückgekehrt. Platz eins in der Vorrunde ist das erklärte Ziel des deutschen Fußball-Rekordmeisters, der dafür seine Erfolgsserie am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) beim Star-Ensemble von Manchester City ungeachtet von Nebengeräuschen fortsetzen möchte.

„Wir wollen Gruppenerster werden. Ich erhoffe mir ein gutes Spiel, und wir sollten auf keinen Fall verlieren“, betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, ehe er am Dienstag in den mit einer Bayern-Fahne am Cockpit geschmückten Sonderflieger nach England stieg. „Manchester City ist eine der größten Mannschaften in Europa“, warnte Pep Guardiola rund 24 Stunden vor dem Anpfiff. Vor 100 Tagen nahm er seine Mission beim FC Bayern auf, das Spiel gegen ManCity soll nun ein „guter Test“ für sein Team werden.

FIFA 14: So sehen die Bayern-Stars im Spiel und in Echt aus

Fußball-Gamer verschanzen sich derzeit wieder vor der heimischen Konsole oder dem PC. Denn: FIFA 14 ist erschienen. © Electronic Arts
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Nach dem gewonnenen Supercup-Finale gegen den FC Chelsea ist das Duell gegen die „Citizens“ die erste richtige Prüfung der vor 130 Tagen noch als „Kings of Europe 2013“ gefeierten Bayern. „Als Champions-League-Sieger werden wir sicherlich noch ein Stückchen mehr zur Kenntnis genommen. Fußball-Europa wird natürlich versuchen, uns zu jagen“, erklärte Rummenigge. Vielleicht habe auch deshalb noch keine Mannschaft ihren Titel in der Champions League verteidigen können, mutmaßte der Vorstandschef. „Wir versuchen dieses Schwierige, vielleicht Unmögliche möglich zu machen.“

Ungewohnt spät hob der Flieger erst Dienstagmittag ab. Beinahe hätte Franck Ribéry trotzdem die Reise auslassen müssen, weil er seinen Pass vergessen hatte. Mit einem vorläufigen Ausweis ging es gen England, wo am Abend auch noch einmal über übermittelte Aussagen von Kapitän Philipp Lahm gesprochen worden. Der hatte Sportvorstand Matthias Sammer für seine über zwei Wochen alte Team-Schelte gerügt und kritische Worte wiederholt. Sammer sollte „das doch bitte intern machen“, hatte Lahm in der Wochenzeitung „Die ZEIT“ gesagt.

Die Aussagen seien 14 Tage alt, betonte der FC Bayern. Thema im Team seien sie ohnehin nicht, berichtete Arjen Robben. „Das war vor zwei Wochen und für uns ist ganz wichtig, dass wir uns auf Fußball konzentrieren und nicht auf solche Sachen“, sagte der Niederländer. Sammer selbst hatte mit den Aussagen kein Problem, wie er im Rahmen der Reise sagte.

Aktuelles Sportstudio: Scharfschützen an der Torwand

Die Torwand im "aktuellen Sortstudio" ist Kult! Keine Sendung kommt ohne sie aus. Wir zeigen die erfolgreichsten Schützen der vergangenen Jahrzehnte: © dpa
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18.05.1974: Günter Netzer, Borussia Mönchengladbach, 5 Treffer  © Getty
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30.03.1985,  Rudi Völler, SV Werder Bremen, 5 Treffer  © Getty
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07.05.1988, Günter Hermann, SV Werder Bremen, 5 Treffer © Getty
12.10.1991, Reinhard Saftig, Bayer 04 Leverkusen (Trainer), 5 Treffer  © Getty
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16.09.1995, Rolf Fringer, VfB Stuttgart (Trainer), 5 Treffer  © Getty
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21.08.1999, Frank Pagelsdorf, Hamburger SV (Trainer), 5 Treffer © Getty
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11.12.1999, Frank Rost, SV Werder Bremen (Torhüter), 5 Treffer © Getty
29.01.1966, Toni Allemann, 1. FC Nürnberg, 4 Treffer © dpa
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13.11.1971, Jürgen Grabowski, Eintracht Frankfurt, 4 Treffer © Getty
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13.05.1972, Franz Beckenbauer, FC Bayern München, 4 © Getty
08.06.1974, Rene van de Kerkhof, PSV Eindhoven, 4 © dpa
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31.03.1984, Roland Dickgießer, SV Waldhof Mannhein, 4 © Getty
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13.10.1984, Mike Krüger, Entertainer, 4 © Getty
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16.05.1987, Günter Siebert, FC Schalke 04 (Präsident), 4 © Getty
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25.03.1989, Andreas Möller, Borussia Dortmund, 4 © Getty
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Uwe Rahn (links, gegen Wolfram Wuttke), 1. FC Köln, 4 © Getty
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12.05.1990, Hannes Bongartz, Wattenscheid (Trainer), 4 © Getty
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04.05.1991, Stefan Kuntz, 1. FC Kaiserslautern, 4 © Getty
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04.04.1992, Uwe Bein (rechts), Eintracht Frankfurt, 4 © Getty
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15.08.1992, Flemming Povlsen (r.), Borussia Dortmund, 4 © Getty
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10.10.1992, Guido Buchwald, VfB Stuttgart, 4 © Getty
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21.08.1993, Maurizio Gaudino, Eintracht Frankfurt, 4 © Getty
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30.07.1994, Martin Wagner, 1. FC Kaiserslautern, 4 © Getty
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10.09.1994, Fredi Bobic, VfB Stuttgart, 4 © Getty
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29.07.1995, Rudi Völler, Bayer Leverkusen, 4 © Getty
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30.03.1996, Karl-Heinz Körbel, Eintracht Frankfurt (Trainer), 4 © Getty
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13.09.1997, Olaf Thon, FC Schalke 04, 4 © Getty
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26.02.2000, Christoph Daum, Bayer 04 Leverkusen (Trainer), 4 © Getty
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16.09.2000, Alexander Zickler, FC Bayern München, 4 © Getty
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02.10.2004, Rudi Völler, 4 © Getty
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27.03.2004, Rene Lohse, Eiskunstlauf, 4 © Getty
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17.02.2007, Timo Hildebrand, VfB Stuttgart, 4 © Getty
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05.05.2007, Friedhelm Funkel, Eintracht Frankfurt (Trainer), 4 © Getty
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03.11.2007, Lewis Hamilton, Formel 1, 4 © Getty
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01.03.2008, Felix Magath, VfL Wolfsburg (Trainer), 4 © Getty
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25.10.2008, Rene Adler, Bayer Leverkusen (Torhüter), 4 © Getty
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09.05.2009, Ralf Rangnick, 1899 Hoffenheim (Trainer), 4 © Getty
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30.01.2010, Jerome Boateng, Hamburger SV, 4 © Getty
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26.09.2009, Oliver Bierhoff, DFB-Manager, 4 © Getty
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05.09.2009, Bernd Schneider, Bayer Leverkusen, 3 © Getty

Vor dem Start des Manchester-Trips hatte das Team sogar noch eine Stunde an der Säbener Straße trainiert. Wen Guardiola aus dem Team rotiert, das vermochte auch Robben nicht zu sagen. „Aber wir freuen uns alle auf das Spiel. Das ist für uns wieder ein guter Test. Am Ende wollen wir uns mit den Besten messen“, sagte der Niederländer. Jérome Boateng sprach vor der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte von einem „Topspiel der Champions League“. „Für uns ist es einfach ein tolles Spiel, solche Gegner brauchen wir.“

Guardiola lobte ebenfalls die Qualität der Truppe von Dauerwidersacher Manuel Pellegrini. „City ist eine der besten Mannschaften der Welt mit einem sehr, sehr guten Trainer“, erklärte der Spanier, der zum wiederholten Male auf den Chilenen trifft. Pellegrini konnte Guardiola und den FC Barcelona weder als Trainer von Real Madrid noch von Villarreal oder dem FC Málaga bezwingen. Mit dem seit 20 Spielen oder fünf Jahren in Europa zu Hause ungeschlagenen City-Team soll das nun glücken.

„Wir müssen 90 Minuten am Limit spielen. Bayern ist der schwerste Gegner in der Gruppe“, erklärte Pellegrini am Dienstag. „Wir wollen auch den Champion Europas schlagen. Zuletzt hatte man den Lokalrivalen Manchester United mit 4:1 abgefertigt, was auch Uli Hoeneß gesehen hatte. „Ich glaube, dass sie dieses Jahr stärker sind“, sagte der Vereinspräsident. Vor allem die ausgezeichnet besetzte Offensive der „Citizens“ mit dem ehemaligen Wolfsburger Edin Dzeko, Sergio Agüero, Stevan Jovetic und Alvaro Negredo hat es in sich. Zuversicht gibt die Königsklassen-Serie: Die Münchner gewannen ihre letzten sechs Spiele.

Beide Mannschaften waren mit 3:0-Siegen in die Gruppenphase gestartet. Zusammen sind die Kader dieser beiden europäischen Topclubs eine geschätzte Milliarde Euro wert. „Wir sind ein völlig autonom selbstfinanzierter Club, während Manchester City von einem Scheich finanziert wird“, wies Rummenigge auf Unterschiede hin. Ein Zwischenzeugnis nach den ersten drei Guardiola-Monaten mochte er nicht ausstellen. „Bilanzen zieht man immer am Saisonende.“ Aber man wisse, „dass wir einen super Trainer haben, den besten Trainer der Welt. Eine Bilanz nach 100 Tagen ist in der Politik vielleicht angebracht, aber auch da bringt es nicht viel.“ Und erst recht nicht für den FC Bayern im Jahr der Titelverteidigung auf dem Weg zum Etappenziel.

Von Christian Kunz und Marc Schäfer

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