n, Hoffnungen ruhen auf Mana Iwabuchi und Vero Boquete

FC Bayern will Schnaderbeck unbedingt halten

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„Sie hat noch einen enormen Sprung gemacht“: Wörle über Vicky Schnaderbeck

München – Am Ende eines ereignisreichen, langen Spieljahres gaben die Frauen des FC Bayern noch einmal alles. Beim Feiern. „Die Mädels waren nach dem 2:0 gegen Potsdam sehr kaputt in der Kabine“, erzählt Thomas Wörle, „aber die Stimmung war dennoch ausgelassen, sie hatten richtig Spaß.“

Verdienterma-ßen. Wer mit zwölf Punkten Vorsprung in die zweite Saisonhälfte startet, in der er es um die Titelverteidigung in der Meisterschaft geht, darf es ruhig mal krachen lassen. Was er seinen Spielerinnen in die Ferien mitgab? „Lob natürlich, das ist ja klar“, sagt Trainer Wörle, „es war ein unglaubliches Jahr.“ Der Meister-Coup war sicher eine kleine Überraschung, noch höher rechnet er seiner Mannschaft aber an, dass nach dem Triumph kein Schlendrian einkehrte.

„Dieser Ehrgeiz, diese Motivation, diese Gier in dem Team sind schon beeindruckend“, sagt er, „und ich denke, es rührt auch viel daher, dass wir zwischenmenschlich top funktionieren. Nach einem großen Erfolg kommen oft auch Probleme – das war bei uns nicht der Fall.“ Entsprechend behutsam geht die Planung des neuen Kaders voran. In diesem Winter werden die Münchnerinnen nur eine Defensivkraft aus den USA verpflichten, ansonsten ist kein Bedarf, man will das gesunde Gefüge nicht zerstören. Die Hoffnungen ruhen für die zweite Saisonhälfte vielmehr auf einigen Rückkehrerinnen, das Lazarett war in der Hinrunde namhaft besetzt. Vor allem Mana Iwabuchi und Vero Boquete sollen 2016 Impulse geben. „Mana war vor einem Jahr eine ganz wichtige Spielerin, und Vero haben wir als eine Schlüsselfigur aus Frankfurt geholt“, so der Coach. Bisher hinderte eine Verletzung die Spanierin daran, ihre Rolle einzunehmen, aber wenigstens waren in der Schlussphase vor der Winterpause schon ein paar Kurzeinsätze drin. Zum Trainingsstart am 11. Januar wird sie fit sein, ebenso die Japanerin, auch Katharina Baunach soll dann wieder stärker eingebunden werden. Nur Lena Lotzen und Sara Romert benötigen Geduld.

Die Personalien der Hinrunde fallen Wörle schwer, er könnte da sein ganzes Team nennen, meint er. Kapitänin Melanie Behringer war natürlich die erhoffte Stütze, aber auch Spielerinnen wie Melanie Leupolz, Gina Lewandowski oder Nora Holstad überzeugten mit ihrer Beständigkeit. „Und dazu sollte ich mal eine nennen, die in der Öffentlichkeit oftmals nicht so richtig wahrgenommen wird“, meint Wörle: „Vicky Schnaderbeck hat noch einmal einen enormen Sprung gemacht, großartig.“ Der Vertrag der Verteidigerin, die bereits seit 2007 im Verein ist, läuft aus, „aber wir wollen sie unbedingt halten“, sagt der Trainer. Erste Gespräche mit der 24-jährigen Kapitänin der österreichischen Nationalelf liefen bereits, zum neuen Jahr sollen sie intensiviert werden. Was erwartet Wörle vom Jahr 2016 – auch mehr Druck, man startet ja als die Gejagten? „Ach, Druck, so empfinden wir das nicht. Wir verspü- ren Vorfreude und Motivation. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir noch Wochen weitergespielt.“

Quelle: fussball-vorort.de

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