Rätselhafte Verletzung

Ribéry-Knatsch zwischen Bayern und Frankreich

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Franck Ribéry (l.) steht Didier Deschamps (r.) bei der WM nicht zur Verfügung.

München - Es wäre wohl seine letzte WM gewesen, doch Franck Ribéry muss passen: Eine hartnäckige Verletzung zwingt den Mittelfeldwirbler zum Zuschauen - und sorgt für Zoff zwischen dem FC Bayern und dem französischen Verband.

Wenn das erste WM-Spiel der Franzosen am Sonntagabend gegen Honduras steigt (21 Uhr), dann wird Franck Ribéry nicht dabei sein. Der 31-jährige Superstar des FC Bayern musste seine Teilnahme in Brasilien verletzt absagen - und verpasst damit wohl die letzte Chance seiner Karriere, bei einer WM-Endrunde zu glänzen.

Bayern und der französische Verband im Clinch

So groß der Frust und die Enttäuschung beim Spieler selbst sind - auch die Beziehungen zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem französischen Fußballverband könnten durch die "Causa Ribéry" nachhaltig gestört werden. Denn beide Seiten machen sich gegenseitig Schuldvorwürfe.

Im Zentrum der Anschuldigungen von französischer Seite steht Doktor Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth. Wie die "Sportbild" berichtet, glauben die Franzosen, dass eine Spritze, die der Bayern-Arzt Ribéry gegeben habe, der Grund für das Hämatom und die deswegen nötige Gesäß-Operation zu Beginn des Jahres gewesen sei. Angeblich verbreite das Umfeld der französischen Nationalmannschaft, dass der Bayern-Profi seitdem keine Spritzen mehr sehe könne.

Wegen seiner Rückenprobleme, die Ribéry seit rund zwei Monaten plagen, habe er sich dennoch für das DFB-Pokal-Endspiel gegen Borussia Dortmund fit spritzen lassen. Beim 2:0-Sieg der Bayern wurde er in der 31. Minute für Philipp Lahm eingewechselt und stand bis zur 19. Minute der Verlängerung auf dem Feld - absolvierte in Berlin also rund 80 Minuten. Der französische Mannschafts-Chefarzt Franck Le Gall und seine Kollegen glauben, dass diese Maßnahme Ribéry die WM gekostet habe.

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Doch auch die Bayern sind sauer: Offenbar steht die genaue medizinische Diagnose der Ribéry-Verletzung noch aus. Weder Le Gall und seine Kollegen noch die Experten eines Pariser Krankenhauses konnten eine Erklärung finden. Und eine Reise zu Müller-Wohlfarth, der Ribéry hätte genauer untersuchen können, verhinderten die Franzosen.

Die Münchner schließen nicht aus, dass ihr Mittelfeldwirbler noch länger ausfallen könnte. Was sich auch auf die Zukunft von Xherdan Shaqiri auswirken könnte: Der Schweizer, der im Bayern-Mittelfeld erster Vertreter für die Ribéry-Position ist, denkt laut über einen Wechsel oder eine Ausleihe nach, um mehr Spielpraxis zu erhalten. Die Bayern-Bosse wollen ihn daher nicht ziehen lassen, bevor klar ist, wie lange Ribéry wirklich nicht zur Verfügung steht.

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