Spanische Medien missinterpretieren Aussage

Beckenbauer-Zitat über Lewy sorgt für Aufregung

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Franz Beckenbauer.

München - Zuletzt hat Franz Beckenbauer ja eher in Deutschland für Aufregung gesorgt. Jetzt gibt es aber auch in Spanien Wirbel um den Kaiser. Genauer gesagt um eine Aussage, die er getätigt hat.

Zuletzt ist es etwas ruhiger geworden um die Lichtgestalt des deutschen Fußballs: Franz Beckenbauer war im Herbst vergangenen Jahres wegen der möglichen Bestechung bei der Vergabe der WM 2006 in Deutschland hierzulande stark in den Schlagzeilen vertreten. Doch in der Zwischenzeit scheint Beckenbauer diese Problematik ausgesessen zu haben - über dieses Thema und die schweren Vorwürfe in Richtung des damaligen Chefs des WM-Organisationskommitees spricht mittlerweile fast keiner mehr. 

Dennoch hat das Wort des Kaisers nach wie vor viel Gewicht im nationalen und internationalen Fußball. In regelmäßigen Abständen bringt Beckenbauer beispielsweise als Experte bei "Sky" sein Fachwissen unter die Leute, und für den spanischen Dienst der Nachrichtenagentur "dpa" schreibt der Ehrenpräsident des FC Bayern eine Kolumne. Mit genau dieser hat der Kaiser auf der iberischen Halbinsel jetzt für ziemlichen Wirbel gesorgt. In Sachen Robert Lewandowski nämlich gab Beckenbauer preis, dass der Topstürmer "bei Real Madrid in jüngerer Vergangenheit als Kandidat genannt" wurde. So weit, so bekannt. Derlei Gerüchte kursierten bereits, als Lewandowski noch bei Borussia Dortmund unter Vertrag stand. 

Spanische Zeitungen interpretieren Kaiser-Zitat falsch

Daraufhin geriet das Zitat, vermutlich falsch übersetzt, in die spanischen Medien. Sowohl "Marca" als auch "AS", beides jene Sporttageszeitungen, die Real Madrid besonders nahe stehen, titelten am Donnerstag: "Lewandowski ist ein Kandidat für Real Madrid". Unter den Artikeln auf den Portalen der beiden Zeitungen häuften sich die begeisterten Kommentare, die die sofortige Verpflichtung des Polen forderten. 

Die Zeitung "Sport" übernahm das Beckenbauer-Zitat ebenfalls, garnierte es aber noch zusätzlich mit der Schlagzeile: "Beckenbauer sagt Wechsel von Lewandowski zu Real Madrid voraus. Der Kaiser sagt voraus, dass der Spieler den FC Bayern verlässt." Unter diesem Artikel hielt sich die Begeisterung der User in Grenzen. Viele Kommentare beinhalteten Schmähungen und prophezeiten bei einem Wechsel von Lewandowski zum spanischen Rekordmeister den Anfang vom Ende der Karriere des Spielers. Kein Wunder, denn "Sport" ist das Haus- und Hofblatt von Real Madrids Erzrivalen FC Barcelona.

Doch egal ob sich die spanischen Fans nun freuen oder grämen, am Ende wurde Beckenbauer ohnehin falsch interpretiert. Und Lewandowski selbst beschäftigt sich außerdem bereits jetzt mit der kommenden Saison unter Trainer Carlo Ancelotti ...

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