Veto vom damaligen Trainer

Beinahe-Transfer: Hoeneß wollte diesen Sommermärchen-Held zu Bayern holen

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David Odonkor bejubelt zusammen mit Jens Lehmann, Arne Friedrich und Tim Borowski den Sieg über Argentinien im Elfmeterschießen.

Nach der WM 2006 in Deutschland stand der FC Bayern München wohl kurz vor der Verpflichtung von David Odonkor. Der Transfer scheiterte jedoch am Veto eines mächtigen Mannes.

München - Deutsche Fußballfans können sich bestimmt noch an diesen Spielzug erinnern. Wir schreiben den 14. Juni 2006, als Deutschland sein zweites Gruppenspiel bei der Heim-WM gegen Polen bestritt. In der 91. Minute sprintete der damals 22-jährige David Odonkor beim Stand von 0:0 nach Zuspiel von Bernd Schneider im Dortmunder Signal Iduna Park die Linie entlang, ließ alle Verteidiger hinter sich und servierte den Ball perfekt in die Mitte, wo Oliver Neuville nur noch einschießen musste. So fuhr das DFB-Team seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel ein und ganz Deutschland kannte auf einmal den Namen des schnellen Außenbahnspielers.

„Uli wollte mich, Felix aber nicht“

Wie die Bild berichtet, wäre Odonkor nach dem Turnier beinahe beim FC Bayern München gelandet. „Uli (Hoeneß;d. Red.) wollte mich, (Felix) Magath aber nicht.“, sagte der mittlerweile 34-Jährige in einem Interview. Hoeneß, der 2006 noch als Manager bei den Bayern aktiv war, wollte den jungen, deutschen Wirbelwind unbedingt zum deutschen Rekordmeister lotsen, aber bei Felix Magath, der mit den Bayern in den zwei Jahren vor der WM jeweils die Meisterschaft einfuhr, passte Odonkor wohl nicht ins System. Interessanterweise musste der Coach zu Beginn des Jahres 2007 seinen Hut an der Säbener Straße nehmen - nach dem Pokalaus beim damaligen Ligakonkurrenten Alemannia Aachen sowie dem Abrutschen auf Platz vier der Bundesliga-Tabelle.

Instruktionen vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann (l.): David Odonkor vor seiner Einwechslung bei der WM 2006 in Deutschland.

Odonkor spielte gegen Ronaldinho und Beckham

Und Odonkor? Der verließ dann nach der Weltmeisterschaft tatsächlich Borussia Dortmund. Allerdings nicht in Richtung München, sondern nach Spanien zu Betis Sevilla, wo er anschließend fünf Jahre lang spielte. Eine Entscheidung, mit der Odonkor im Nachhinein wohl auch zufrieden sein kann. „Das war mein bester Vertrag. Ich habe in Spanien gegen Ronaldinho und Beckham gespielt. Das war schon geil“, so der 34-Jährige. 

2011 kehrte Odonkor nach Deutschland zurück und spielte eine Saison für Alemannia Achen, ehe er wieder ins Ausland wechselte. Nach einem weiteren Jahr bei Hoverla Uzhorod in der ukrainischen Premier Liga beendete der 16-fache Nationalspieler 2013 seine Karriere. 

fd

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