Probleme mit dem Außenseiter

Seitfallzieher an die Latte: Lea Schüller und Bayern-Frauen verpassen Sieg in Lissabon

Hart bedrängt: Giulia Gwinn (r.) in Lissabon. imago
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Hart bedrängt: Giulia Gwinn (r.) in Lissabon. imago

Die Frauen des FC Bayern München kommen zum Auftakt der Champions League nicht über ein Remis in Lissabon hinaus.

München/Lissabon – Am Ende war es auch ein bisschen Pech, dass die Fußballerinnen des FC Bayern nicht über ein 0:0 zum Auftakt der Champions League am Dienstag bei Benfica Lissabon hinauskamen.

Fünf Minuten vor Schluss traf Lea Schüller mit einem spektakulären Seitfallzieher die Latte, ein Treffer von Saki Kumagai wurde wegen eines vermeintlichen Handspiels von der Schiedsrichterin zurückgenommen. Die Bayern-Frauen waren in allen Belangen überlegen: bei Torschüssen, Eckbällen und Ballbesitz wiesen sie die klar besseren Zahlen auf. „Wir sind natürlich nicht zufrieden, weil unser Anspruch ist, immer zu gewinnen. Aber wir haben von beiden Mannschaften ein gutes Spiel gesehen“, sagte Trainer Jens Scheuer.

Tatsächlich bereitete Benfica der Bayern-Mannschaft Probleme wie noch kein anderes Team in dieser Saison. Die Portugiesinnen, eigentlich Außenseiter in der Gruppe D, verteidigten mit großem körperlichem Einsatz und kamen vor allem in der ersten Hälfte immer wieder zu Kontergelegenheiten, sodass Bayern-Torhüterin Laura Benkarth mehr zu tun hatte als in allen anderen Pflichtspielen dieser Saison zusammen.

„Vom Einsatz her können wir uns keinen Vorwurf machen“, sagte Kapitänin Lina Magull: „Aber an sich ist das natürlich nicht unser Anspruch, hier nur mit einem torlosen Remis vom Platz zu gehen.“ Grundsätzlich ist die Punkteteilung im Auswärtsspiel natürlich zu verkraften. Aber spannend wird nun vor allem, welche Auswirkungen die kräftezehrende Partie auf das Bundesliga-Topspiel gegen Hoffenheim am Samstag (17.55 Uhr) haben wird. Die TSG gewann ihr Champions-League-Heimspiel am Dienstag gegen den dänischen Meister HB Köge locker mit 5:0 und konnte Kräfte schonen.

Die Hoffenheimerinnen werden entspannt und topmotiviert zum Bayern-Campus reisen, wo sie im April mit 3:2 gewannen und den Bayern-Frauen die einzige Niederlage in der kompletten Bundesligasaison zufügten. (Christian Stüwe)

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