Ermittlungen gegen den Bayern-Star

Alonso setzt sich gegen Steuervorwürfe zur Wehr

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Xabi Alonso spielt seit August 2014 für den FC Bayern.

Madrid - Einem Medienbericht zufolge hat die spanische Polizei Ermittlungen gegen Bayern-Star Xabi Alonso eingeleitet. Es geht um Steuerhinterziehung.

Schwere Vorwürfe gegen Xabi Alonso, Mittelfeldstar des FC Bayern! Wie die Zeitung El Mundo am Dienstag berichtete, haben die spanischen Finanzbehörden bei der Staatsanwaltschaft in Madrid eine Anzeige wegen Verdacht auf Steuerhinterziehung eingereicht. Alonso müsste im Falle einer Verurteilung wohl knapp sechs Millionen Euro zahlen.

Berichte über mögliche Unregelmäßigkeiten gab es bereits im Mai 2014, nun glauben die Fahnder offenbar konkrete Beweise zu haben. Alonso soll demnach zwischen 2010 und 2012, als er bei Real Madrid unter Vertrag stand, die Einnahmen aus seinen Bildrechten nicht versteuert haben. Stattdessen seien die Gelder am Fiskus vorbei auf Firmenkonten im Ausland geflossen. Das Finanzamt soll eine Nachzahlung von drei Millionen Euro, eine Strafe von 2,25 Millionen sowie 400.000 Euro Zinsen fordern. In Spanien verwalten Spieler die Rechte an ihren Bildern selbst, sie können diese auch abtreten und weiterverkaufen. Die Einnahmen fließen oft auf Konten von Firmen im Ausland.

Doch nicht nur Alonso wird in diesem Zusammenhang genannt, auch dessen Ex-Liverpool-Kollege Javier Mascherano (31) soll unter Verdacht stehen. Beide Spieler haben den gleichen Verwalter ihrer Bildrechte. Der Argentinier soll zwischen 2011 und 2012 insgesamt 1,5 Millionen Euro unterschlagen haben. Bei Alonso soll es sich um mehr als 1,5 Millionen Euro handeln, die er nicht versteuert habe, da der Zeitraum deutlich größer ist.

Der Star selbst meldete sich inzwischen via Twitter zu Wort und veröffentlichte dort eine von seinen Anwälten verfasste Stellungnahme:

Zu den veröffentlichten Berichten über Xabi Alonso und das Finanzamt in der spanischen Zeitung "El Mundo" äußert sich der Spieler folgendermaßen:

1. Er stellt mit absoluter Bestimmtheit klar, dass er immer seinen steuerlichen Pflichten nachgekommen ist.

2. Er wird als Konsequenz hierzu in Verteidigung seiner Interessen agieren und logischerweise auch die Entscheidung der Justiz respektieren.

3. Natürlich wird der Spieler die Maßnahmen ergreifen, die er für nötig hält, um zu klarzustellen, dass alle seine steuerlichen Pflichten streng eingehalten wurden, transparent und immer in Wahrung der Gesetzlichkeit.

"Xabi Alonso ist ruhig, denn er hat nichts vor den Steuer-Behörden versteckt", wird dessen Anwalt Ivan Zaldua in dem Blatt zitiert. "Er hat seine Steuern bezahlt, wie die Gesetze es verlangen. Es wird sich alles klären, da sind wir sicher.“

Spätestens in einem halben Jahr steht fest, ob es in diesem Fall zu einer Anklage kommen wird.

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