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Ancelotti-Biograph erhebt schwere Vorwürfe gegen Bayern-Bosse und Ribéry

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Von: Florian weiß

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Hatten zuletzt keinen guten Draht mehr zueinander: Carlo Ancelotti (l.) und Franck Ribéry.
Hatten zuletzt keinen guten Draht mehr zueinander: Carlo Ancelotti (l.) und Franck Ribéry. © sampics / Stefan Matzke

Sechs Tage nach der Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern erhebt dessen Biograph schwere Vorwürfe gegen die Vereinsführung und gegen Franck Ribéry.

München - Vor auf den Tag genau einer Woche wurde der FC Bayern von Paris Saint-Germain vorgeführt, das 0:3 in der Champions League gegen den neureichen Scheichklub aus Frankreichs Hauptstadt wurde den Münchnern ihre Grenzen aufgezeigt. Es bedeutete das vorzeitige Aus für Trainer Carlo Ancelotti - etwas überraschend nach bereits nach insgesamt nur 60 Pflichtspielen.

Nun meldet sich ein Mann zu Wort, der den Italiener so gut kennt, wie kaum ein anderer: Sein Biograph, Professor Chris Brady. Und er findet klare Worte, erhebt Vorwürfe. „Carlo würde das nie selbst sagen, aber er ist über die Vereins-Politik sehr enttäuscht. Die Verantwortlichen haben ihm eine Mannschaft gebaut, welche die großen Ziele nicht erreichen konnte“, so Brady in der Sport Bild. „Carlo ist pragmatisch, er versucht immer, mit den Gegebenheiten so gut wie möglich umzugehen. Aber Franck Ribéry ist seit zwei Jahren nicht mehr gut genug für internationales Top-Niveau. Auch Robben hat zunehmend Schwierigkeiten.“

Video: Das sind die Trainer-Kandidaten der Bayern

Stichwort Ribéry - auch er bekommt eine Breitseite von Brady ab. „Er ist respektlos“, so sein hartes Urteil über den Franzosen. „Für den Trikotwurf hätte Carlo ihn bestrafen müssen, aber er ist dafür einfach ein zu freundlicher Kerl. Intern hat Ribéry schlecht über Carlo gesprochen und Stimmung gegen ihn gemacht.“

Ancelotti rechnete mit vorzeitiger Trennung - nur nicht so früh

Überhaupt habe Ancelotti nicht damit gerechnet, über Saisonende hinaus noch Trainer des FC Bayern zu sein (Vertrag läuft noch bis 2019). Es sollen schon länger Pläne über einen Trainerwechsel an der Säbener Straße gegeben haben. Das Aus schon in der vergangenen Woche aber habe er nicht kommen sehen.

In Bradys Augen wird der FC Bayern, der in den kommenden Tagen den Nachfolger für Ancelotti präsentieren will (alle Entwicklungen hier im News-Ticker) zeitnah Probleme bekommen, sollte der Verein die Notwendigkeit von größeren finanziellen und personellen Investitionen in die Mannschaft erkennen. Täte er das nicht, werde er künftig keine wichtige Rolle mehr in der Champions League spielen.

fw/Video: Glomex

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