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Lehrstunde mit dem Meister

Bitter für Itter: Das sagt Robben über das Foul des Wolfsburgers

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„So wird man ein großer Junge“: Robben über die Lehrstunde mit dem 19 Jahre alten Gian-Luca Itter (VfL Wolfsburg). 

Dass Arjen Robben gegen Wolfsburg einen Elfer verschießt, macht den Altmeister freilich nicht froh. Trotzdem ist er amüsiert über die Szene, die er als Lehrstunde für seinen jungen Gegenspieler bezeichnet.

Wolfsburg – Der Bus der Bayern war schon voll besetzt, als Arjen Robben am frühen Samstagabend aus der Kabine kam. Aber beim Anblick des 34-Jährigen konnte man erahnen, warum es etwas länger gedauert hatte. Bekleidet im normalen Trainingsanzug, dafür aber mit einer dicken Mütze auf dem Kopf und einem noch dickeren Schal um den Hals betrat er die Katakomben der Wolfsburger Arena. Die Grippe-Tipps von Trainer Jupp Heynckes hatte sich der Holländer augenscheinlich zu Herzen genommen. Bloß nichts riskieren.

Es fragte keiner direkt nach, aber Robbens Stimme klang tatsächlich etwas nasal, als er die 90 vorangegangenen Minuten und den Last-Minute-Sieg des Tabellenführers noch mal ausführlich Revue passieren ließ. Der Flügel-Flitzer der Bayern stand bei diesem 2:1 ja wie kein Zweiter sinnbildlich für den Verlauf der Partie. Am Rückstand durch Daniel Didavi war er unschuldig – aber dann: Vergab er die Chance auf den Ausgleich vom Elfmeterpunkt, bereitete das 1:1 durch Wagner vor und provozierte letztlich den Strafstoß, den Robert Lewandowski zum 13. Sieg der Bayern in Serie (und dem 100. Tor gegen Wolfsburg) verwandelte. „Gute Vorlage, dazu einen Elfmeter geholt, da kann man zufrieden sein“, sagte er. Und mit Blick auf das Ergebnis konnte er auch darüber hinwegsehen, seinen ersten Elfmeter seit dem Champions League-Finale 2012 vergeben zu haben. „Ein Mal in sechs Jahren, das kann passieren. Die Statistik ist eigentlich ganz gut.“

Man kann davon ausgehen, dass Robben nicht ganz so lustig drauf gewesen wäre, hätte sein von Casteels an den Pfosten gelenkter Versuch vom Punkt spielentscheidenden Charakter gehabt. So aber konnte er bestens gelaunt über die Szene sprechen, in der er zwar theatralisch, aber auch vollkommen zurecht zu Boden gegangen war. Gian-Luca Itter, 19 Jahre alt, wusste sich nicht anders zu helfen. Das Foul des Unglücksraben an der Strafraumkante war letztlich fatal.

Robben kannte die Geschichte seines Gegenspielers natürlich bestens. Der Junge hatte beim 2:2 im Hinspiel sein erstes Bundesliga-Spiel gemacht und sich gleich zum Einstand teuer verkauft. Nun habe er gemerkt, „wie knallhart die Fußballwelt“ sein kann, sagte Robben. Immerhin fügte er im Stile eines Lehrmeisters hinzu: „So lernt man, so wird man ein großer Junge.“

„Bitter für Itter“ war der Wortwitz des Tages, obwohl Robben noch einen drauf legte. „Ich verstehe, dass er das Foul macht. Sonst wäre ich vorbei gewesen, dann komme ich mit meinem starken rechten, dann ist es zu 100 Prozent ein Tor.“ Jeder, auch Itter, weiß, dass Robben für Vieles bekannt ist. Vollprofi zu sein zum Beispiel, Tipps vom Trainer beherzigen. Aber sicherlich nicht für seinen rechten Fuß. 

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