Gegen Ingolstadt

Boateng: Die Rückkehr des Abräumers

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Zurück im Fokus: Jerome Boateng ist wieder da.

München - Mit einem kurzen, aber wichtigen Auftritt gegen Ingolstadt lindert Jerome Boateng die Nöte des FC Bayern.

Aufwärmprogramme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. In der 77. Minute machte sich Jerome Boateng am Samstag auf den Weg hinters Bayern-Tor, um mit dem Traben und Stretchen zu beginnen. In Minute 81 kam er zurück, streifte sich das Trikot über und löste 120 Sekunden später schließlich Douglas Costa ab. Der war erst zur zweiten Halbzeit gekommen, handelte sich aber eine Muskelverletzung ein, die nun eine erneute mehrwöchige Pause erfordert. Aufgewärmt hatte sich der Brasilianer allerdings ausgiebig.

Auf Boateng, der sein letztes Spiel Anfang Juli im EM-Halbfinale gegen Frankreich (0:2) absolviert hatte und sich damals einen Muskelbündelriss zuzog, glaubten die Bayern in der Schlussphase eines turbulenten Spiels nicht mehr verzichten zu können. Seine Abräumerqualitäten waren dann auch unverzüglich gefragt. Die robuste Art, in der er den bulligen Dario Lezcano vom Ball trennte, empörte zwar die Ingolstädter, leitete aber einen Bayern-Angriff ein, an dessen Ende Rafinha den Endstand herstellte.

Boateng steht sinnbildlich für die aktuellen personellen Probleme des Meisters. Sie sind akut, aber in ihrer Dauer überschaubar. Der Fußballer des Jahres wird zwar ein wenig länger als die erkrankten oder erkälteten Kollegen Alaba, Lahm und Hummels brauchen. Aber schon bei seiner Rückkehr im April nach dreimonatiger Pause benötigte er nicht lange, um wieder ein respektables Niveau zu erreichen.

Für die übrigen Patienten war der Samstag ein ungeplanter freier Tag, der ihnen gegen ihren Willen Schonung bescherte. Für Boateng war es der Startschuss zur neuen Saison. Nun will er zügig Fahrt aufnehmen.

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