Der brasilianische Verteidiger musste sich beim 4:0-Sieg in Venezuela in der Halbzeit übergeben

Böser Verdacht: Wurde Lucio vergiftet?

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Bayern-Verteidiger Lucio wurde in Venezuela von den Gastgebern schikaniert - ein Sieg kam trotzdem dabei heraus.

San Cristobal - Schock für Bayern-Verteidiger Lucio! Beim WM-Qualifikationsspiel seiner Brasilianer in Venezuela (4:0) musste sich Lucio in der Halbzeit übergeben.

Der böse Verdacht: Wurde er vergiftet?

Gleich vier Selecao-Spieler klagten während der Partie über Übelkeit. Außer Lucio musste sich auch Elano in der Pause übergeben. Auch Maicon und Gilberto Silva machten starke Magenschmerzen zu schaffen. Angeblicher Auslöser: Ein im Mannschaftshotel servierter Kaffee. War er vergiftet?

Lucio selbst ist davon überzeugt. „Das war ein Versuch, Brasilien zu schädigen, aber wir haben uns durchgerungen!“, erklärte Selecao-Kapitän Lucio. Auch Teamarzt Rodrigo Lasmar sprach von einer Lebensmittelvergiftung. Als sich das Unwohlsein einstellte, war die Partie vor 40.000 Zuschauern in San Cristobal zudem längst entschieden. Bei seinem ersten Vorstoß markierte Kaka gleich die Führung. Robinho (9.) und Adriano (19.) versetzten den „Weinroten“, die bei einem Test im Juni in Boston (USA) noch 2:0 gesiegt hatten, den frühzeitigen K.o. Im Schongang kam die Dunga-Elf, in der auch der Wolfsburger Josue gut 75 Minuten mitspielte, erneut durch Robinho (67.) zum vierten Tor.

Doch nicht nur die Halbzeit-Übelkeit stieß den Brasilianern übel auf. Zuerst ließen die venezuelanischen Gastgeber die Brasilianer ohne Begründung mehr als 90 Minuten auf dem Flughafen-Rollfeld warten. Danach – so berichteten mehrere Zeitungen – hätten Hotelangestellte in der Nacht für Unruhe gesorgt, indem sie ihre Autos starteten, mit den Motoren aufheulten und hupten. Schlafen konnten die Spieler bei dem Lärm nicht.

Nationaltrainer Dunga war stinksauer. „In diesem Land funktioniert nichts!“, schimpfte er. In Lucio weckten die Schikanen den Kampfgeist. „Das hat uns nur motiviert, weiterzumachen“, sagte der Bayern-Verteidiger.

Auch wenn am Ende ein Sieg heraussprang – einen bitteren Nachgeschmack hatte das Schützenfest auch für Adriano. Der Stürmer von Italiens Meister Inter Mailand beendete zwar seine seit der WM-Endrunde 2006 anhaltende Torflaute in der Selecao, muss gegen Kolumbien aber eine Gelbsperre absitzen. Immer noch besser, als die Halbzeit über der Kloschüssel zu verbringen.

Quelle: tz

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