Showdown am 25. Spieltag

BVB gegen FCB: "Ein Spiel, das wir nicht verlieren dürfen"

München/Dortmund - Auf der einen Seite Bayern, auf der anderen die Dortmunder Borussia. Das Duell der beiden Top-Mannschaften und Erzrivalen der Republik.

Pep Guardiola geht ja in der Regel nicht gerade sparsam mit Superlativen um. Geht es zum Beispiel gegen Darmstadt, ist das – logisch – „super, super, super“ wichtig. Und in den Augen des Spaniers wird auch ein Pokal-Viertelfinale in Bochum gern zum „Finale“. Nur zu gut, dass es vor der aktuellen Partie am Samstag keine Verbal-Anheizer made in Catalonia braucht – das Duell ist auch so schon heiß genug.

Kurz zur Faktenlage: Auf der einen Seite Bayern, auf der anderen die Dortmunder Borussia. Das Duell der beiden Top-Mannschaften und Erzrivalen der Republik, das durch den bayerischen Stolperer gegen Mainz nochmal eine besondere Dynamik annimmt. Beide Teams trennen fünf Punkte. Siegt der BVB, sind es nur noch zwei. Das ist nicht nur super, super, sondern mega, mega. Showdown (bei uns im Live-Ticker)!

Pep Guardiola (l.) und Thomas Tuchel vor dem Hinspiel, das der FC Bayern mit 5:1 gewann.

Welchen Stellenwert dieser deutsche Clásico einnimmt, lässt sich schon allein an den Worten Karl-Heinz Rummenigges erkennen. „Ich hoffe, dass wir ungerupft vom Platz gehen“, so der Münchner Vorstandsboss bei Sky Sport. Understatement? Da war doch was. Sei’s drum! Rummenigge weiter: „Wenn wir mit acht Punkten nach Dortmund gefahren wären, wären wir etwas entspannter. Das wird jetzt sicherlich ein Spiel, das wir nicht verlieren dürfen.“ Und die Borussia? Geht den Weg der Tiefstapelei gern mit. „Es wäre nicht das erste Mal, dass sie in solch einer Situation ihre beste Leistung zeigen“, so Thomas Tuchel. Immerhin: Dass die Stimmung seit Mainz-Gate „verändert“ sei, gibt der BVB-Trainer auch zu.

Wie denn auch nicht? Nach drei Spielzeiten, in denen der FCB gefühlt schon während der Vorbereitung Meister war, darf man die Ferngläser im Westen so langsam aber sicher wieder beiseite legen. Gut möglich also, dass sich in weiten Teilen der Republik der ein oder andere neutrale Beobachter am Samstag etwas Schwarzgelbes aus dem Schrank fischt, ganz einfach der Spannung wegen. Oder wie Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke gegenüber der tz meinte: „Wir freuen uns in allererster Linie, dass wir den deutschen Fans wieder Spannung schenken.“

Bayern - Dortmund: So endeten die vergangenen Duelle

Bayern - Dortmund: So endeten die vergangenen Duelle

Dass die Herren im Süden es lieber nüchtern und unspannend haben, ist ebenso bekannt. Dass die Borussen nach dem 1:2 der Roten gegen Mainz aber Blut geleckt haben, lässt sich nun nicht mehr verheimlichen. Pep Guardiola jedenfalls fasst die Lage wie folgt zusammen. „Wenn ich verliere, verändert sich nicht mein Leben“, so der Spanier. Und für den Fall, dass der Vorsprung nach dem Abstecher in den Westen wieder acht Punkte beträgt? Pep: „Mit acht Punkten ist es bei diesem BVB nicht vorbei. Das ist ein wichtiges Spiel, aber wir haben noch andere Optionen, unseren Titel zu verteidigen.“

Gegen zwanzig nach acht dürften die Fragen allesamt beantwortet sein. Ob der BVB auf zwei Zähler rankommt, ob Lewandowski in Rennen um die Kanone vorn bleibt und – natürlich! – ob Mario Götze nach viermal Bankwärmen an alter Wirkungsstätte wieder mal kicken durfte. „Er ist stark“, so Guardiola über den Ex-Borussen. Den Superlativ ließ er in dem Fall lieber weg...

Rubriklistenbild: © sampics

Auch interessant

Meistgelesen

Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Bayern-II-Trainer vor dem Derby: „1860 gehört nicht in die R
Bayern-II-Trainer vor dem Derby: „1860 gehört nicht in die R
Diese Dinge stanken Heynckes bei seiner CL-Rückkehr
Diese Dinge stanken Heynckes bei seiner CL-Rückkehr
"Eine Möglichkeit hast du immer": Gisdol ohne Angst vor Bayern
"Eine Möglichkeit hast du immer": Gisdol ohne Angst vor Bayern

Kommentare