„Bratwurst-König“ gegen „Volksverhetzer“: Die fiesesten Sprüche der Hoeneß-Lemke-Feindschaft
Werder-Ikone Willi Lemke ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Unvergessen bleibt seine jahrzehntelange Privatfehde mit Uli Hoeneß. Die fiesesten Sprüche.
Bremen – Willi Lemke hanseatisch kühl, Uli Hoeneß aufgebracht mit rotem Kopf – was wäre die Fußball-Bundesliga in den 80er- und 90er-Jahren ohne die Dauerfehde zwischen den Managern von Werder Bremen und Bayern München gewesen.
Nun ist der langjährige Werder-Manager und Ex-Politiker Lemke gestorben. Schnelle Anteilnahme kam ausgerechnet von seinem ehemaligen Erzfeind Hoeneß. „Willi Lemke war ein Mann der Kontroverse: Jeder weiß, dass wir oft diskutiert und gestritten haben. Aber er war auch ein Mann des Dialogs, und letztlich haben wir zu einem guten Verhältnis gefunden“, sagte Hoeneß dem Sport-Informationsdienst (SID).
Hoeneß meldet sich mit Beileidsbekundung nach Tod von Willi Lemke
„Mein aufrichtiges Beileid an seine Angehörigen und Freunde sowie an Werder Bremen – den Verein, der ohne Willi Lemke nicht der wäre, der er heute ist.“ Nachdem sie jahrzehntelang auf Kriegsfuß miteinander standen, versöhnten sich Lemke und Hoeneß bei einem persönlichen Treffen im Jahr 2015.
Wenn er dran denkt, nur die Taschen seiner Profis weiter vollzustopfen, so ist das sein Problem. Aber er hat jegliche Bodenhaftung verloren.
Es wundert mich nicht, dass das Land Bremen, für das er zuständig ist, in der Pisa-Studie den letzten Platz belegt.

Hoeneß und Lemke: Der eine „Totengräber des Fußballs“, der andere „Volksverhetzer“
Er ist der Totengräber des Fußballs.
Meine news
Er ist ein Volksverhetzer. Durch ihn habe ich hassen gelernt.
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, Uli Hoeneß in meinen Freundeskreis aufzunehmen.
„Kein Mensch der Welt hat mich über fast drei Jahrzehnte so niedergemacht wie Uli Hoeneß“
Willi Lemke wollte den Klassenkampf in die Bundesliga tragen. Ich hoffe, er lehrt die Schüler in Bremen nun, dass man durch Leistung zum Erfolg kommt und nicht durch dummes Geschwätz.
Nach wie vor gilt: Kein Mensch der Welt hat mich über fast drei Jahrzehnte so niedergemacht wie Uli Hoeneß. Keiner hat so dreiste Sprüche Richtung Bremen geschickt wie er. Und kaum einer hat mit robusten Methoden die Millionen gescheffelt wie der Bratwurst- und Fußball-König aus Bayern … Das hat Spuren hinterlassen und mich von Fall zu Fall mehr in meiner Überzeugung bestätigt: So wie der, so will ich nie.
Lemke über Hoeneß: „Arroganz, die nicht zu überbieten ist“
Der Willi Lemke ist ja einer der größten Opportunisten in dem Geschäft. Er ist der Erste, der nachher die Hand aufhält. Nur die Prügel, die lässt er gerne den Hoeneß einstecken, das Geld, das steckt er dann ein. Das ist nicht ernstzunehmen.
Hoeneß lässt alle spüren, dass sie seiner Meinung nach nur Schuljungen sind. Der einzige Klub, der erfolgreich arbeitet, ist der FC Bayern, davon ist er unbeirrbar überzeugt. Eine Arroganz, die nicht zu überbieten ist!
(epp/SID)