Werder-Knipser zuversichtlich

Bremens di Santo: "Hey, hier geht was"

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Franco di Santo.

Bremen - Bayern gegen Bremen. Oder: Spitzenreiter gegen Schlusslicht. In der tz erklärt Werder-Knipser Franco di Santo (vier Tore), warum Bremen dennoch an Punkte glaubt.

Sieben Spiele ohne Sieg, Platz 18 in der Tabelle und am Samstag geht es nach München – es gibt angenehmere Situationen, oder?

Franco Di Santo: Sicher, die Situation ist nicht einfach. Wir müssen jetzt den Weg raus aus dem Keller finden und können nicht bis zum nächsten Jahr warten. Wir müssen jetzt aufwachen!

Hat die Mannschaft bisher geschlafen?

Di Santo: Das ist nicht das, was ich meine. Mir geht es darum, dass wir alle realisieren, in welcher Situation wir stecken. Wir müssen alle noch ein bisschen mehr draufpacken. Wenn einer meint, er hat bisher 100 Prozent gegeben, dann muss er jetzt einfach 130 Prozent geben. Das wird den Unterschied ausmachen. Mit dem Fleiß kommt auch der Erfolg.

Live-Ticker: FC Bayern bittet Werder Bremen zum Tanz

Auch gegen die Bayern?

Di Santo: Die Bayern sind sicherlich ein gutes Team, aber auch nicht unschlagbar. Ich erinnere nur an die vergangene Saison. Da haben wir in München zur Halbzeit noch geführt, dann aber das Zepter aus der Hand gegeben und letztlich verloren (2:5 nach 2:1-Führung, d. Red.). Wir müssen nur konzentriert weiterarbeiten, dann ist alles möglich.

Übertreiben Sie jetzt nicht ein bisschen?

Di Santo: Gegenfrage: Meinen Sie, wir sollen einfach zu Hause bleiben?

Natürlich nicht. Aber nach einem Saisonstart mit sieben Spielen ohne Sieg erscheint es verwegen, an einen Erfolg ausgerechnet in München zu glauben.

Di Santo: Jetzt mal unabhängig davon, wie wir in München abschneiden: Ich bin überzeugt, dass in unserer Mannschaft ein weitaus größeres Potenzial steckt, als sie es bisher abgerufen hat. So schlecht wie der Tabellenstand es aussagt, ist unser Team nicht. Es kann sehr viel mehr leisten, als die Leute ihm zutrauen – und wird es auch machen. Für mich ist das überhaupt keine Frage.

Was muss dafür passieren?

Di Santo: Ich bin überzeugt, dass wir nur den einen Funken brauchen, der zündet. Ein Erfolgserlebnis. Es wird ein Ruck durch die Mannschaft gehen, sobald der erste Sieg eingefahren ist. Dann werden alle merken: Hey, hier geht was.

Interview: csa

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