Antrag der DFL

Bundesliga mit 16 Jahren: Welcher FCB-Youngster könnte profitieren? Salihamidzic mit klarer Meinung

Bundesliga mit 16? Hasan Salihamidzic erklärt, was er von den Plänen der DFL hält. Ein Youngster vom FC Bayern Campus könnte von der möglichen Regeländerung profitieren.

  • Die DFL plant, das Mindestalter für Profi-Einsätze herabzusetzen.
  • Möglicherweise dürfen schon bald 16-Jährige in der Bundesliga spielen.
  • Beim FC Bayern könnte Bright Arrey-Mbi davon profitieren.

München - Mit 16 Jahren dürfen Jugendliche in Deutschland weder Autofahren noch harten Alkohol konsumieren – und bislang auch nicht in der Fußball-Bundesliga auflaufen. Letzteres könnte sich bald ändern, zumindest sieht das ein Plan der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor. Wird die Bundesliga bald zur Bubi-Liga?

Laut Welt und Bild will die DFL ab der kommenden Saison allen Spielern, die mindestens 16 Jahre alt sind, den Schritt in die Bundesliga ermöglichen. Erste Nutznießer dieser Regelung könnten Bayern-Juwel Bright Arrey-Mbi (16) und Dortmunds Top-Talent Youssoufa Moukoko (15) sein. Arrey-Mbi spielt schon für die Münchner U19, reiste Anfang Januar mit den Profis ins Trainingslager nach Katar und lief mit einer Sondergenehmigung im Test gegen den 1. FC Nürnberg (2:5) auf. „Bright ist ein Biest“, sagte Joshua Kimmich über den Innenverteidiger.

FC Bayern: Salihamidzic und seine Meinung zur Bundesliga mit 16 - Arrey-Mbi als Nutznießer?

Sind Spieler wie Arrey-Mbi bereit für die Bundesliga? Hasan Salihamidzic meint: „Der Fußball hat sich verändert, die Jungs sind schneller, körperlich früher entwickelt. Man sieht, dass sie frühreif sind. Sie müssen ja nur Alphonso Davies anschauen, wie weit der ist.“ Arrey-Mbi, Leistungsträger der Münchner U19, würde aber wohl nicht gleich im Oberhaus auflaufen. „Wir sind gut besetzt, aber er könnte mal in der U23 spielen, auch das darf er aktuell aber nicht“, erklärte der Bayern-Sportdirektor.

Dieses Problem kennt der BVB. Knipser Moukoko läuft im Alter von 15 Jahren bereits in der U 19 auf, hat dort in 21 Einsätzen 26 Tore erzielt und trainiert neuerdings ab und zu bei den Profis mit. Kein Wunder also, dass die Dortmunder den Vorstoß der DFL befürworten. Über die anvisierte Satzungsänderung entscheidet die Vollversammlung der Erst- und Zweitligisten am 26./27. März in Bochum.

Bundesliga mit 16: Sahin der Jüngste - löst Moukoko ihn ab?

Bisher müssen die Talente mindestens zum älteren Jahrgang der B-Junioren (U17) gehören und 17 Jahre alt oder für die U19 spielberechtigt sein. Darüber hinaus muss die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern und eine „Unbedenklichkeitsbescheinigunug eines anerkannten Sportarztes“ vorliegen.

Derzeit hält der Ex-Dortmunder und heutige Bremer Nuri Sahin den Rekord des jüngsten Bundesligaspielers. Der Türke war bei seinem Debüt im August 2005 16 Jahre, elf Monate und einen Tag alt. Weil er dem jüngeren Jahrgang der U 19 angehörte, durfte er damals auflaufen.

Diese Bestmarke könnte Moukoko demnächst ins Wanken bringen. Laut aktueller Satzung müsste er auf sein Bundesliga-Debüt bis Sommer 2021 warten, bei einer Regeländerung dürfte er bereits im November 2020 – nach seinem 16. Geburtstag – im Oberhaus ran.

In England, Spanien und Italien dürfen übrigens bereits 16-Jährige in Liga eins spielen. Der ehemalige Hachinger Karim Adeyemi geht den nächsten Schritt seiner noch jungen Karriere. Red Bull Salzburg hat den Stürmer in die 1. Mannschaft befördert.

Jonas Austermann, Hanna Raif

Rubriklistenbild: © AFP / CHRISTOF STACHE

Auch interessant

Meistgelesen

Steht Sensations-Comeback bevor? Mario Götze absolviert Fitnesstest
Steht Sensations-Comeback bevor? Mario Götze absolviert Fitnesstest
Bayern geht gegen Hoffenheim unter: Müdigkeit? Von wegen! Müller erklärt das Debakel
Bayern geht gegen Hoffenheim unter: Müdigkeit? Von wegen! Müller erklärt das Debakel
Er soll 440.000 Euro in der Woche fordern: Schwacher David Alaba verärgert Bayern-Fans
Er soll 440.000 Euro in der Woche fordern: Schwacher David Alaba verärgert Bayern-Fans
Wunschspieler will zum „Klub seiner Träume“ wechseln: Doch das ist nicht der FC Bayern - No-Name als Plan B?
Wunschspieler will zum „Klub seiner Träume“ wechseln: Doch das ist nicht der FC Bayern - No-Name als Plan B?

Kommentare