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Nach Kimmich-Debatte: Impfpflicht in der Bundesliga? Vereins-Bosse legen sich nun fest

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Braucht die Bundesliga eine Impfpflicht?
Braucht die Bundesliga eine Impfpflicht? © Andreas Gora via www.imago-images.de

Impfen oder nicht? Seit der Debatte um Kimmich, stellt sich die Frage wieder deutlich öfter. Jetzt äußern sich die Vereins-Bosse der Bundesliga zu einer Impfpflicht.

Berlin - Die Debatte um Joshua Kimmichs Impf-Zweifel schlägt derzeit große Wellen in Deutschland. Schon zahlreiche Sportler, Funktionäre, Politiker und Wissenschaftler haben sich geäußert. Diskutiert wird auch, ob es nicht eine Impfpflicht für die Spieler der Bundesliga geben sollte, schließlich dürfen in vielen Stadien auch nur Besucher mit 2G (geimpft, genesen) rein.

Impfpflicht in der Bundesliga? Vereins-Bosse äußern sich

Doch rechtlich dürfte das schwierig bis unmöglich werden. Auch zahlreiche Bundesliga-Vereine selbst lehnen eine Impfpflicht für ihre Profis ab. „Es ist nicht unsere Aufgabe, eine Impfpflicht durchzusetzen. Wenn, dann muss das regulatorisch sein“, sagte Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, der Bild.

Auch andere Vereins-Bosse wollen lieber die ungeimpften Spieler überzeugen, anstatt sie zu zwingen. „Unsere Quote der geimpften Profis ist sehr hoch. Die wenigen, die noch ungeimpft sind, werden von uns zeitnah noch einmal ein Angebot und Aufklärung zu einer Impfung bekommen“, sagte der Bochumer Sportchef Sebastian Schindzielorz.

Hohe Impfquote in der Bundesliga: Vereine setzten eher auf Überzeugungsarbeit

Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic verwies auf eine Impfquote von 94 Prozent bei den Berlinern, die damit über dem Liga-Durchschnitt lägen. „Bei uns sind alle vom Trainer-Team und vom Staff geimpft. Lediglich vier Spieler sind noch nicht geimpft. Auch die versuchen wir zu überzeugen“, sagte Bobic. Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) liegt die Impfquote unter den Spielern und Trainern der Bundesliga und 2. Liga bei mehr als 90 Prozent.

Für Leipzig-Trainer Jesse Marsch steht fest, dass wir als Gesellschaft eine Verantwortung untereinander haben: „Egal, ob es um Corona, Polio oder sonst eine Krankheit geht. Wir hatten eine offene Besprechung im Verein: Wir akzeptieren, wenn es Spieler gibt, die sich nicht impfen lassen. Aber generell ist es gut, wenn wir die Gruppe bestmöglich schützen.“

Auch der Mainzer Sportvorstand Christian Heidel und Arminia Bielefelds Sportchef Samir Arabi schlossen eine Impfpflicht für ihre Clubs aus. Dies sei auch beim VfB Stuttgart und dem FC Augsburg (beide Quote von 100 Prozent) sowie Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen so, berichtete die Bild. (md mit dpa)

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