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Und ihr wollt Bayern-Jäger sein? Kommentar zum Dortmunder Peinlich-Aus im DFB-Pokal

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Von: Manuel Bonke

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Im Achtelfinale des DFB-Pokals war Schluss für den BVB.
Im Achtelfinale des DFB-Pokals war Schluss für den BVB. © Christian Charisius/dpa

Borussia Dortmund lässt die Chance zum DFB-Pokal-Titelgewinn liegen. Jetzt steht auch Trainer Marco Rose im Fokus und muss wenigstens in der Meisterschaft liefern. Ein Kommentar.

Hamburg/München - Mit der historischen 0:5-Pokal-Blamage gegen Borussia Mönchengladbach hat der FC Bayern Erzrivale Borussia Dortmund im Oktober vergangenen Jahres quasi unfreiwillig einen Titel geschenkt. Und was machen die Borussen? Blamieren sich selbst im DFB-Pokal – und sind nach einer 1:2-Niederlage gegen Zweitligist St. Pauli im Achtelfinale ausgeschieden. Dadurch erreicht erstmals seit der Saison 2006/07 weder der FC Bayern noch Borussia Dortmund das Viertelfinale im DFB-Pokal.

BVB-Niederlage im DFB-Pokal: Bislang konnte Rose noch nicht liefern

Peinlicher als die Pleite gegen Pauli waren nur die Aussagen der Dortmunder nach der Partie. „Es ist schade und ein Stück weit doof von uns. Wir wollten den nächsten Schritt gehen“, sagte beispielsweise Trainer Marco Rose. Ein Stück weit? Nur die halbe Wahrheit, die ganze lautet: Rose hat bisher noch nicht beweisen können, dass es die richtige Entscheidung der BVB-Führung war, ihn zu verpflichten und Pokalsieger-Vorgänger Edin Terzic als Chefcoach abzusägen.

Die Titel-Tauglichkeit von Rose muss nach Pokal-Blamage, Vorrunden-Aus in der Champions-League und Sechs-Punkte-Abstand in der Bundesliga grundsätzlich angezweifelt werden. Daher verwunderte auch die patzige Verbal-Attacke von Kapitän Marco Reus am ARD-Mikrofon auf eine entsprechende Frage: „Wo sind die Bayern jetzt enteilt? Sechs Punkte, richtig! Sollen wir jetzt aufgeben, oder was? Das müssen wir erst mal sacken lassen. Wir haben eine riesige Chance verpasst, den Pokal wieder zu gewinnen. Das ist sehr bitter gerade.“

Video: BVB arbeitet die Niederlage gegen St. Pauli auf

Dortmund ist nach dem Pokal-Aus angefressen

Was Reus verschweigt: Den direkten Vergleich in der Liga verlor seine Mannschaft mit 2:3. Und dass der Abstand derzeit „nur“ sechs und nicht weiterhin neun Punkte beträgt, haben die Schwarz-Gelben vor allem dem jüngsten Corona-Chaos und den zahlreichen Ausfällen beim Rekordmeister zu verdanken. Das Dortmunder Dauer-Problem: Eine solche Angriffslust würde sich Fußball-Deutschland mal vor der Saison aus BVB-Reihen wünschen - und nicht erst, wenn sämtliche Titelchancen bereits zu 98 Prozent begraben sind. Die angebliche Dortmunder Titel-Gier ist jedenfalls kaum mehr als ein müder Marketing-Gag.

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