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BVB-Trainer Rose schickt freche Grüße an FC Bayern - und wird dann heftig vorgeführt

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Von: Patrick Mayer

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Mit dem BVB in Amsterdam gescheitert: Dortmunds Trainer Marco Rose (re.), hier mit Amazon-Experte Matthias Sammer.
Mit dem BVB in Amsterdam gescheitert: Dortmunds Trainer Marco Rose (re.), hier mit Amazon-Experte Matthias Sammer. © Bernd Thissen/dpa

Marco Rose von Borussia Dortmund spricht dem FC Bayern etwas ab. Kurz darauf hat er mit dem BVB in der Champions League in Amsterdam keine Chance.

München/Amsterdam - Sollte das eine Kampfansage an die Säbener Straße in München sein? Wenn ja, war der Zeitpunkt des BVB-Trainers nicht gut gewählt.

Der Reihe nach: Vor dem letztlich bitteren Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund bei Ajax Amsterdam (0:4) sprach Marco Rose bei Amazon Prime über die vermeintliche Übermacht des FC Bayern in der Bundesliga - und er sprach dem deutschen Rekordmeister eine angebliche Unbesiegbarkeit entschieden ab. In den folgenden 90 Minuten wurde aber just seine Mannschaft von den entfesselten Niederländern auf dem Platz regelrecht vorgeführt.

Marco Rose vom BVB: Bittere Klatsche mit Borussia Dortmund in der Champions League

„Ajax überrollt den BVB komplett, auch mich als Zuschauer. Mit einer Ruhe, mit einer Gelassenheit, dieses Spiel zu gewinnen. Ich habe selten eine solch starke Halbzeit gesehen“, sagte Experte und Ex-Münchner Mario Gomez schon zur Pause bei Amazon Prime. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:2 aus Sicht der Westfalen. Als es bis Mitte der zweiten Hälfte nochmal doppelt beim BVB klingelte, meinte Ex-Nationalspieler und Co-Kommentator Benedikt Höwedes schlicht: „Ich bin so ein bisschen sprachlos.“

Sie sind nicht unschlagbar.

BVB-Coach Marco Rose über den FC Bayern

Damit dürfte er nicht allein gewesen sein. Was Rose vor der Partie gesagt hatte. „Sie haben ein Spiel 1:2 verloren, ein Spiel, das es aufgrund der Chancen nicht zu verlieren gibt“, meinte der Sachse mit Blick auf die Niederlage des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt: „Und dann kommen sie zurück mit einem 5:1 in Leverkusen, und das auf diese beeindruckende Weise.“

BVB-Trainer Marco Rose: Erst Kampfansage an den FC Bayern, dann Klatsche mit Dortmund

Somit zollte er dem deutschen Bundesliga-Rekordmeister auch Respekt. Er wollte diesen aber nicht zu solch einem frühen Zeitpunkt der Saison schon wieder zum Meister krönen - trotz der Machtdemonstration im Rheinland. „Sie sind 120 Prozent und unschlagbar, sagt man immer. Das sind sie nicht“, erklärte Rose mit Nachdruck in der Stimme: „Ich habe vor jedem Gegner großen Respekt, ich sehe aber bei jedem Gegner die Chance auf Erfolg, wenn wir die Dinge umsetzen, die wir wollen.“ Er verwies noch darauf, dass er immer um Titel spielen wolle. Dann ging der BVB bei Ajax unter. Entsprechend fiel seine Analyse nach der Pleite aus.

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Zuerst monierte Experte Gomez eine mangelnde Körpersprache - mit Verweis auf die Unterschiede zu den Bayern. „Ich habe mich immer wieder gefragt: Würde ein Thomas Müller so abwinken? Würde ein Joshua Kimmich so abwinken?“, fragte der Schwabe in die Experten-Runde von Amazon Prime, nachdem BVB-Star Erling Haaland immer wieder abwertende Gesten in Richtung seiner Teamkameraden tätigte.

Rose verneinte nicht, meinte zum Spiel: „Es stand 0:2, aber unsere Körpersprache war so als stünde es 0:4, da haben wir das Spiel abgeschenkt.“ Und: „Kimmich winkt nicht ab, in München ist dann Feuer unterm Dach“, sagte der BVB-Coach weiter.

FC Bayern: Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund patzt in der Champions League

Das klang dann doch alles ganz anders. Aus einer Kampfansage wurde pure Demut. „Wir müssen sehr hart arbeiten, um uns zu verbessern und unsere Ziele zu erreichen“, sagte der Dortmunder Trainer noch - und: „Wir werden keine Ausreden suchen.“ Auch an der Säbener in München dürften sie genau hingehört haben. (pm)

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