Vor dem Pokal-Halbfinale

BVB-Boss Michael Zorc: Lacht er HIER die Bayern aus? Nagelsmann-Spitze auf Pressekonferenz

Gut gelaunt: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
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Gut gelaunt: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Der FC Bayern München bezahlt für Julian Nagelsmann eine Menge Geld. Das hat man auch bei Borussia Dortmund mitbekommen.

München - Dieser Transfer ist ein Weltrekord! Der FC Bayern München hat für Julian Nagelsmann tief in die Tasche gegriffen. Noch nie zuvor in der Fußball-Geschichte kostete ein Trainer so viel Geld. Der Rekordmeister überweist zunächst wohl mindestens 15 Millionen Euro nach Leipzig. Dank etwaiger Boni dürfte der Preis in der Zukunft noch ansteigen, von 20 bis 25 Millionen Euro ist die Rede.

Der Trend, auch für Trainer eine Ablösesumme zu bezahlen, verfestigt sich aktuell im Fußball-Business. Auch Nagelsmanns Nachfolger Jesse Marsch kostet - wenn auch „nur“ zwei Millionen Euro. Und auch bei Borussia Dortmund hat man die Kasse aufgemacht. Für Marco Rose muss der BVB dem Vernehmen nach rund fünf Millionen Euro hinblättern.

FC Bayern München holt Julian Nagelsmann für Millionen-Ablöse - Seitenhieb aus Dortmund?

Dabei hätte man mit Edin Terzic ja eigentlich schon einen Trainer, mit dem man auch in Zukunft zusammenarbeiten möchte. Der einstige Co, der nach dem Favre-Aus zum Chef aufgestiegen war, soll nach der Ankunft Roses wieder ins zweite Glied rücken. So ist der aktuelle Stand beim BVB, wie Sportdirektor Michael Zorc auf der Pressekonferenz vor dem Pokal-Halbfinale gegen Kiel (hier im Live-Ticker) noch einmal untermauerte: „Wir planen für die neue Saison ganz klar mit Edin im Trainer-Team. Wir hoffen, dass sich an dieser Planung nichts ändert.“

Im Video: BVB-Pressekonferenz vor dem Pokal-Halbfinale gegen Kiel

Zorc hielt dann kurz inne - und fügte schließlich mit einem großen Lachen an: „Aber ... die Preise steigen gerade, wie man sieht. Also warten wir mal ab.“ Ein kleiner Seitenhieb gegen die Bayern (im PK-Video ab 12:50 min)? Schließlich ist die Mega-Ablöse für Nagelsmann aktuell das große Gesprächsthema in der Bundesliga. Zum Vergleich: Letztlich bezahlen die Bayern für den neuen Trainer wohl um die 20 Millionen Euro. Diese Summe legte der BVB im Januar 2020 auch für Erling Haaland auf den Tisch. Der Norweger war per Ausstiegsklausel von Salzburg nach Westfalen gewechselt.

In Zorcs Ablöse-Gelächter stimmten dann auch Terzic selbst und Pressesprecher Sascha Fligge ein - wenn auch etwas zurückhaltender. Der Interims-Trainer hatte vorab bereits betont, dass er sich derzeit ausschließlich auf die Aufgabe gegen Kiel konzentrieren möchte. Manch ein Bundesligist dürfte aktuell gespannt die Aussagen von Terzic verfolgen. Denn: Der 38-Jährige gilt als großes Trainer-Talent und weckt vielerorts Begehrlichkeiten. Bei 20 Millionen würden wohl auch die Dortmunder schwach werden. (akl)

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