Keine Chance auf die Meisterschaft

BVB-Sportdirektor Zorc: "Die Bayern sind das Problem"

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Michael Zorc.

Dortmund - In Dortmund herrscht nach dem guten Saisonstart und dem Derby-Sieg gegen den FC Schalke 04 Euphorie. Dennoch: Illusionen gibt man sich beim Blick auf die Tabelle nicht hin.

Borussia Dortmund ist eine der positiven Überraschungen in der diesjährigen Bundesliga-Saison. Freilich: Der BVB hat sich in den vergangenen Jahren hinter den Bayern den Status als deutsche Nummer zwei erarbeitet. Doch die unsägliche Saison 2014/2015 ließ so manchen Fußball-Experten zweifeln, ob die rosigen Zeiten beim Ruhrpott-Verein nicht vielleicht doch der Vergangenheit angehören. 

Aber bekanntlich hat der Druck auf den "Reset"-Knopf bei den Dortmundern bestens funktioniert. Der neue Coach Thomas Tuchel hat bei der von seinem Vorgänger Jürgen Klopp hinterlassenen Mannschaft neue Impulse versetzt - und sie nach zwölf Spieltagen auf dem 2. Platz der Tabelle etabliert - mit komfortablen acht Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten Wolfsburg.

"FC Bayern ist für uns das Problem"

Entsprechend groß ist die Euphorie derzeit rund um den Borsigplatz, noch dazu, weil an diesem Spieltag das Ruhrgebiets-Derby gegen den FC Schalke 04 gewonnen wurde. Die bisherige Saison-Bilanz mit neun Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage hat das Selbstbewusstsein rund um den Signal Iduna Park gestärkt, doch der Blick für die Realität ist den Dortmundern deshalb trotzdem nicht abhanden gekommen. "Mit den 29 Punkten wären wir in Spanien, England und Italien Tabellenführer", lobte Sportdirektor Michael Zorc nach dem Derby-Sieg gegen Schalke bei "Sky" die tolle Bilanz seiner Mannschaft. 

Dass es aber hierzulande nicht für den ganz großen Wurf reicht, ist für Zorc leicht zu erklären: "In diesen Ligen spielt Bayern München nicht. Die gewinnen eben jedes Spiel. Das ist in diesem Jahr für uns das Problem", sagte Zorc ob der fast makellosen Bilanz der Bayern mit elf Siegen und einem Remis mit einer gewissen Ausdruckslosigkeit im Gesicht.

Als der Reporter ihm beim Abschied noch die Frage hinterherwarf, ob denn die Meisterschaft heuer noch spannend werden könnte, antwortete Zorc herzhaft lachend mit einem knappen 'Nein!". Humor scheint bei den Bayern-Konkurrenten offenbar die einzige Möglichkeit zu sein, die deutliche Unterlegenheit im Kampf um die Meisterschaft zu ertragen.

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