Campino über den Rekordmeister

"Bei den Bayern ist das Segen und Fluch zugleich"

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Campino.

München - Bei Sky90 unterhielten sich auch diesen Sonntag die Fußball-Experten über die Lage der Liga. Hier lesen Sie die wichtigsten Aussagen.

In Sky90 - die KIA Fußballdebatte sprachen u.a. Sänger Campino und Sky-Experte Dietmar Hamann über das Geschehen am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen) zum Spiel: „Wir haben alles reingeworfen. Es wird in dieser Phase nur Sieger des Willens geben. Es war unser elftes Spiel im Dreitages-Rhythmus. Was das mit den Spielern anrichtet, das hat man heute gesehen.“

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV) zum Spiel: „Über das gesamte Spiel hatten wir klar die besseren Torchancen. Ich denke, dass wir mindestens ein Unentschieden verdient hatten, wenn nicht sogar den Sieg. Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Wir haben halt das Tor nicht gemacht.“

Campino (Sänger der Toten Hosen) ...

… zu Uli Hoeneß: „Ich kenne ihn nur sehr flüchtig. Da ist es höflich zugegangen. Wir haben uns schon irgendwann mal die Hand gegeben. Es gab da schon eine Menge Ärger unterwegs. Zu den ganzen Schwierigkeiten kann ich nichts sagen. Es gibt genug Geschrei um den Herren, da muss ich nicht auch noch mitmachen.“

… zum FC Bayern: „Bei den Bayern ist es Segen und Fluch zugleich, dass sie sich letztendlich immer nur über die Champions League messen. Meisterschaft und Pokal, das sind nette Giveaways, aber spannend ist das nicht. Natürlich ist das ein wahnsinniges Risiko. In Deutschland sind sie eigentlich ein konkurrenzloser Verein.“

… zur Beurlaubung von Fortuna Düsseldorfs Trainer Marco Kurz: „Für Düsseldorf ist das schon tragisch. Sieben Trainer in zwei Jahren, das ist eine Hausnummer. Da scheint auch einiges anderes nicht zu stimmen. Aber ich glaube, dass in dieser Situation die Entscheidung richtig war. Wir sind mit offenen Armen dem Abstieg entgegen gelaufen und man hat ein Aufbäumen vermisst. Dann ist der Trainer nochmal der Notnagel, um einen Impuls zu setzen.“

… zum FC Liverpool: „Meine Mutter kommt aus England. Liverpool war der erste Verein, der irgendwo erfolgreich gegen einen deutschen Verein war, nämlich gegen Borussia Mönchengladbach. Die haben ihre Heimspiele damals alle in Düsseldorf austragen müssen, weil deren Stadion zu klein war. So kam ich auch zu meiner ersten real-live-Begegnung mit Liverpool.“

… zu Jürgen Klopp beim FC Liverpool: „Er kann am Donnerstag gegen Manchester United einen wirklichen Meilenstein bewegen. Das ist viel mehr wert als irgendeine Statistik in der Premier League.“

… zur Fußball-Hymne 'You never walk alone': „In Situationen, in denen einem allgemein die Worte fehlen, da ist dieses Lied genau richtig. Da geht es ja darum, dass man in Zeiten der Krise und des Unglücks zusammensteht und sich die Wolken irgendwann wieder verziehen. Dieses Lied ist in solchen Momenten gut gewählt. Es geht um mehr als Fußball. Wenn in solchen Momenten alle zusammenstehen, dann ist das größer als jedes Statement.“

… zu Dietmar Hamann: „Es ist bis heute unvergessen. Den Penalty, den du reingemacht hast mit gebrochenem Fuß. Das ist Legende. Wenn ich mit einem der Beatles durch Liverpool laufen würde, wäre es nicht anders als mit Didi. Der ist nach wie vor eine ziemlich dicke Nummer. Die Leute in Liverpool vergessen nicht, wer loyal war und immer alles gegeben hat für den Klub. Das bleibt für immer so stehen.“

Sky-Experte Dietmar Hamann ...

… zum Umgang mit dem Todesfall im Dortmunder Stadion: „Das war eindrucksvoll. Man sieht, dass in solchen Momenten die Fußball-Familie zusammenkommt. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, aber hier geht es um mehr. Das haben die Dortmunder und die 80.000 im Stadion eindrucksvoll bewiesen heute.“

… zum Mainzer Trainer Martin Schmidt: „In Mainz hast du eine Struktur und Philosophie, die von oben vorgelebt wird. Es gibt Vereine, da gehst du hin und hast Chancen. Wenn du gut bist, dann kannst du Erfolg haben. Es gibt aber auch Vereine, die sind Friedhöfe für Trainer. Die Mainzer haben da Wunderbares geleistet. Heidel wird jetzt ersetzt. Da müssen große Fußstapfen gefüllt werden, er hat in den letzten zehn Jahren Wunderbares geleistet.“

… zu Bayern München gegen Juventus Turin: „Ich denke, dass Juventus aufpassen muss, dass sie hier nicht unter die Räder kommen, wenn die Bayern ein oder zwei frühe Tore machen. Denn den Bayern wird das nicht mehr so wie im Hinspiel passieren.“

… zu Jürgen Klopp beim FC Liverpool: „Er hat der Stadt und dem Verein Hoffnung, Glaube und Selbstvertrauen gegeben.“

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