„Wenn der Verein dich nicht schützt, bist du tot“

Ancelotti schießt mit deutlichen Worten in Richtung FC Bayern

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Carlo Ancelotti findet deutliche Worte über sein Ende beim FC Bayern.

Carlo Ancelotti hat mit deutlichen Worten gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber geschossen. Der FC Bayern habe ihn verbiegen wollen und er habe sein Gesicht vor dem Team verloren.

Rund zwei Monate nach seiner Freistellung beim FC Bayern hat Carlo Ancelotti ungewöhnlich deutlich gegen seinen Ex-Verein nachgetreten. „Ich habe eine Art zu arbeiten, die ich nicht ändere“, so der 58-Jährige in der Sendung „Domenica Sportiva“ des privaten TV-Anbieters Italia 1 (gehört zur Mediengruppe von Silvio Berlusconi). „Es wurde von mir gefordert das zu machen, und ich habe es einfach nicht akzeptiert. Welche Entscheidung man auch trifft: wenn der Verein dich nicht schützt, bist du tot.“ Heißt: Ancelotti wirft den Verantwortlichen vor, man habe ihn in München verbiegen wollen - und das wollte der Italiener nicht zulassen. 

Doch Ancelotti geht noch weiter, denn er wirft den Verantwortlichen an der Säbener Straße auch mangelnde Rückendeckung vor. „Wenn man einen Spieler aussortiert, dieser zur Vereinsführung geht und von ihr gestärkt wird, dann verliert man sein Gesicht vor den anderen Spielern“, klagt er. „Davon erholt man sich nicht. Laut den Medien wurde ich bei den Bayern gefeuert, weil ich fünf große Spieler gegen mich hatte.“ Dabei soll es sich laut Medienberichten um Mats Hummels, Jerome Boateng, Thomas Müller, Arjen Robben und Franck Ribéry gehandelt haben. Ancelotti war einen Tag nach der 0:3-Pleite in Paris Ende September entlassen worden.

Einer der Kritikpunkte, der immer wieder genannt wurde, war das angeblich zu lasche Training von Carlo Ancelotti. Seine Methoden verteidigt er, denn er sei ein Verfechter von intensiven 60-minütigen Einheiten. Fakt ist: Seitdem Jupp Heynckes das Trainer-Ruder übernommen hat, mehren sich die Muskelverletzungen. Zuletzt hatte Robert Lewandowski ein klares Signal gegeben, die Verletzungen könnten auf Ancelotti zurückzuführen sein.

Überdies bekräftigte der Italiener, bis zum Saisonende eine Pause einzulegen, dann will er einen neuen Job annehmen - am liebsten in seiner Heimat. „Ich war überall, von Milan bis Kroatien und Saudi Arabien. Ich würde gerne wieder in meinem Land arbeiten.“ Allerdings könne er dort nur den AS Rom oder den AC Mailand trainieren - bei Milan stört ihn allerdings die chinesische Investoren-Gruppe Rossoneri Sport Investment Lux.

fw

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