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Nach öffentlicher Kritik - jetzt wehrt sich Ancelotti

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Von: José Carlos Menzel López

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Einige Tage lang hat Carlo Ancelotti geschwiegen. Nun äußert sich der ehemalige Bayern-Trainer zur Kritik an seiner Person. Auch sein Sohn bricht sein Schweigen.

München - Selbst die Geduld eines Gentlemans wie Carlo Ancelotti ist irgendwann mal am Ende. Erst zog es der ehemalige Trainer des FCB vor, über seinen Rausschmiss zu schweigen, schließlich legt Carletto großen Wert auf Stil und gute Umgangsformen. Nachdem Uli Hoeneß jedoch just am Tag seiner Entlassung Kritik am Italiener übte („Feind im eigenen Bett“), platzte es auch aus Ancelotti heraus. Der Mister wehrt sich!

Bei einem Charity-Termin in Israel meinte Ancelotti zur Gazzetta dello Sport: „Sie alle haben doch bereits gesprochen. Sie meinten, ich könne nicht trainieren, ich sei zu weich und die Vorbereitung sei auch falsch gewesen. Von mir aus können sie sagen, was sie wollen, ich werde es wie jener italienischer Schriftsteller handhaben, für den Schweigen eine Tugend war. Schweigen und überlegen ist besser.“

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Ancelotti jr. wehrt sich gegen Clan-Spekulationen

Davide Ancelotti, Carlettos Sohn und bis zuletzt auch einer seiner Co-Trainer in München, hat sich ebenfalls geäußert. Zu den Anschuldigungen, er sei Teil eines Clans, sagte der 28 Jahre alte Filius: „Ich habe es gelesen und kann nur sagen, dass das nicht der Realität entspricht. Ein Trainer vertraut seinem Staff, egal, ob sie Verwandte sind oder nicht. Das Gleiche gilt für den sehr guten Fitnesstrainer Giovanni Mauri, der genauso wie sein Sohn Francesco Mauri mit uns arbeitet. Es ist schlimm und unverständlich, dass man bei uns von einem Clan spricht.“

Vergangenheit beim FC Bayern: Carlo (r.) und Davide Ancelotti mussten in München nach gut einem Jahr ihren Hut nehmen.
Vergangenheit beim FC Bayern: Carlo (r.) und Davide Ancelotti mussten in München nach gut einem Jahr ihren Hut nehmen. © dpa

Bayern auf Trainersuche: "Nicht nur Ancelotti hat Fehler gemacht"

Arrigo Sacchi, Trainerlegende und Carlos Mentor, stört sich derweil am Verhalten des FCB. „Es tut mir leid, vor allem für Bayern, das bewiesen hat, ein Verein zu sein wie jeder andere auch. Ich dachte, sie wären anders“, so der 71-Jährige Ex-Coach. „Carlo hat Großes geleistet, war überall erfolgreich, seine Mannschaften spielen einen attraktiven und positiven Fußball. Fehler? Die haben doch alle großen Trainer.“

José Carlos Menzel López/Video: Glomex

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