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Nagelsmann blaffte Sané vor kompletter Bayern-Mannschaft an: „Wenn du keinen Bock hast, ...“

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Vor dem Kantersieg in der Champions League gegen Red Bull Salzburg wurde Julian Nagelsmann während des Trainings laut und wies einen seiner Stars deutlich zurecht. Offenbar mit Erfolg.

München - In seinem ersten Jahr als Bayern-Cheftrainer hat Julian Nagelsmann* mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. So muss der Coach in der entscheidenden Phase der Saison alle Störgeräusche ausblenden, etwa die komplizierten Vertragsverhandlungen mit Leistungsträgern wie Robert Lewandowski oder Serge Gnabry.

Julian Nagelsmann
Geboren: 23. Juli 1987 in Landsberg am Lech
Posten: Cheftrainer FC Bayern München
Ehemalige Trainerstationen: TSV 1860 München U17 (Co-Trainer), TSG Hoffenheim (U17, U19 und Herren), RB Leipzig

Nagelsmann ist in seiner Rolle als Übungsleiter für weitaus mehr als Trainingsabläufe zuständig, zuletzt fuhr er einem Bericht zufolge regelrecht vor versammelter Mannschaft aus der Haut.

Zum Monatsanfang schien sich der FC Bayern* nach Siegen gegen Fürth und Frankfurt vom Remis im Achtelfinal-Hinspiel gegen Salzburg und der enttäuschenden Niederlage in Bochum erholt zu haben. Wie die Sport Bild nun enthüllte, nahm sich Nagelsmann in dieser Phase seine Spieler zur Brust und wurde demnach extrem deutlich.

FC Bayern: Nagelsmann knöpfte sich Sané lautstark im Training vor - „Wenn du keinen Bock hast, ...“

So soll der 34-Jährige seine Mannschaft kurz vor dem 1:1-Unentschieden gegen Leverkusen im Training in einem Kreis zusammengeholt haben, auch das enorm wichtige Rückspiel in der Königsklasse gegen Salzburg fand nur wenige Tage später statt.

Wie die Sport Bild berichtet, soll sich Nagelsmann Leroy Sané* vorgeknöpft haben, da er mit den vorangegangenen Leistungen des Nationalspielers nicht einverstanden gewesen sein soll. „Leroy: Wenn du keinen Bock hast, kannst du auch wieder reingehen“, schimpfte der Coach dem Bericht nach vor versammelter Mannschaft.

FC Bayern: Ansage des Trainers zeigte Wirkung - Sané drehte gegen Salzburg auf

Statt einer Trotzreaktion zeigten sich die Mannschaft und insbesondere Sané drei Tage nach der Punkteteilung gegen Leverkusen von ihrer besten Seite. Bei der furiosen 7:1-Gala über Salzburg glänzte der Linksaußen gleich zweimal als Vorbereiter für den Doppeltorschützen Thomas Müller und markierte selbst kurz vor Spielende den Endstand. Sané hat sich die kritischen Worte seines Trainers also offenbar zu Herzen genommen und setzte wohl auch darum dessen Forderungen erfolgreich um.

Dass Nagelsmann neben seiner hohen fachlichen Kompetenz auch ein Trainer ist, der seine Spieler auch emotional packen kann, ist für seinen Job beim FC Bayern* eminent wichtig. Viele Bundesliga-Trainer scheiterten bereits an einer fehlenden Balance zwischen den beiden Komponenten, Nagelsmanns Spieler scheinen den Knall im Training eingeordnet und die Forderungen umgesetzt zu haben. Künftige Gegner können nur hoffen, dass sich der Bayern-Trainer im Training verbal zurückhält - Salzburg bekam die Folgen der Ansage siebenmal zu spüren. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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